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Unterstützung aus Bund und Ländern  - Bisherige Kosten mehr als drei Millionen Euro.

Düsseldorf/Stuttgart - Angesichts der anhaltenden Proteste gegen das das umstrittene Milliardenprojekt Stuttgart 21 fordert die Deutsche Polizeigewerkschaft zur Absicherung des Bauvorhabens polizeiliche Unterstützung aus Bund und Ländern. „Die Polizei in Baden-Württemberg wird den Polizeieinsatz nicht mehr lange alleine schultern können, deshalb ist es nur eine Frage der Zeit, wann auch Kräfte anderer Bundesländer und der Bundespolizei Unterstützung leisten müssen“, sagte der Gewerkschaftsvorsitzende Rainer Wendt der Online-Ausgabe des „Handelsblatts“.

Wendt bezifferte die bisher angefallenen Kosten der Polizeieinsätze für Stuttgart 21 auf mehr als drei Millionen Euro. Solange nur baden-württembergische Beamte eingesetzt werden, müsse das Land die Kosten selbst tragen. „Die Polizeien des Bundes und der Länder unterstützen sich solidarisch und schreiben nur für Überstunden und Sachkosten Rechnungen“, sagte er.

Wendt riet der Landesregierung in Stuttgart und der Deutschen Bahn, das Gespräch mit den Kritikern zu suchen - und zwar ohne gleichzeitigen Abrisslärm. Zudem regte er an, dass der Bauträger seinen Bauzaun auf eigene Kosten selbst sichert. „Dazu gibt es private Objektschutzkräfte, Aufgabe der Polizei ist es ohnehin nicht, Baustellen und Bauzäune zu bewachen“, betonte Wendt.

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