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Polizei hat Blockade mehrerer Landwirte und Parkschützer an S-21-Baustelle beendet.

Stuttgart  - Polizisten haben am Montag eine Blockade- Aktion mehrerer Landwirte und Parkschützer am Zugang zur Stuttgart- 21-Baustelle beendet. „Die Polizei hat insgesamt 90 Aktivisten vor der Baustelle weggetragen“, sagte ein Polizeisprecher. Mehrere Demonstranten seien von drei Traktoren heruntergeholt worden. Einige hatten sich auf einem Anhänger angekettet und mussten mit schwerem Gerät freigeschnitten werden. Zu einer erneuten „Montagsdemonstration“ gegen Stuttgart 21 werden am Abend wieder mehrere tausend Menschen vor dem Hauptbahnhof erwartet.

Die Gegner des Milliardenbahnprojekts hatten sich gegen 7 Uhr vor dem Bauzaun versammelt, damit Lastwagen nicht zur Baustelle fahren konnten. Auf Bannern forderten sie unter anderem „Keine Gespräche ohne Abriss-Stopp!“. Mit der Aktion wollten sie ihre Forderung nach einem sofortigen Aussetzen der Arbeiten unterstreichen. Das Angebot, den Bagger lediglich am kommenden Freitag während des Spitzengesprächs über die Zukunft von Stuttgart 21 ruhen zu lassen, sei „reine Augenwischerei“. Die Landwirte kritisierten zudem die hohen Ausgaben für das „Prestigeprojekt“, bei dem der Hauptbahnhof unter die Erde verlegt werden soll, während der ländliche Raum vernachlässigt werde.

Auch in Ulm gibt es jetzt ein Bündnis gegen Stuttgart 21. Grüne, Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und Verkehrsclub Deutschland (VCD) hoben am Montag das Aktionsbündnis „K21 - gut für Ulm“ aus der Taufe. Das Gründungstreffen mit weiteren interessierten Gruppen ist nach Angaben der Ulmer Grünen für Dienstag kommender Woche geplant. Die Initiatoren plädieren dafür, den Kopfbahnhof der Landeshauptstadt zu modernisieren. Das Projekt Stuttgart 21 dagegen sieht vor, den Hauptbahnhof in eine unterirdische Durchgangsstation umzubauen.

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