Foto: Piechowski

Stadtdekan Brock: Runder Tisch könnte im Haus der Katholischen Kirche stattfinden.

Stuttgart - Der katholische Stuttgarter Stadtdekan Michael Brock hat Befürworter und Gegner des Bahnprojekts Stuttgart21 am Freitag dazu aufgerufen, "weiterhin auf dem Weg der Besonnenheit und Gewaltfreiheit zu bleiben, auch wenn die Emotionen hochkochen".

In einer Stellungnahme begrüßte Prälat Brock ausdrücklich die von Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU), Landtagsfraktionschef Winfried Kretschmann (Grüne) und Bahn-Chef Rüdiger Grube ins Leben gerufene Initiative für einen Dialog zwischen den Betreibern und den Gegnern des Projekts. Dieser Runde Tisch biete die Chance, das friedliche Zusammenleben zu bewahren und wieder ein produktives politisches Klima in Stuttgart herzustellen - sofern ein "fairer Dialog" geführt werde, heißt es in der Stellungnahme aus dem Stadtdekanat.

"Stuttgart kann es sich nicht leisten, dass das Projekt Stuttgart21 über zehn Jahre hinweg immer wieder die Bürgerschaft polarisiert und damit eventuell wichtige andere Entscheidungen massiv beeinflusst", mahnt Prälat Brock.

Die Katholische Kirche in Stuttgart habe sich in der Vergangenheit weder für noch gegen das Bahnprojekt ausgesprochen und werde es auch künftig nicht tun, heißt es in der Stellungnahme. Prälat Brock schlägt vor, mit beiden Konfliktparteien ins Gespräch zu kommen, um eine "von allen Seiten akzeptierte Persönlichkeit" als Moderator für das Spitzengespräch zu finden. "Ohne neutrale Moderation gibt es keine große Chance für den Runden Tisch", betont Brock.

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