Stuttgart 21 Gericht verhandelt Klage gegen Tiefbahnhof am Flughafen

Von Konstantin Schwarz 

Der weitere Anschluss des Flughafens an die Schiene beschäftigt im November den Verwaltungsgerichtshof. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski
Der weitere Anschluss des Flughafens an die Schiene beschäftigt im November den Verwaltungsgerichtshof. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Zweieinhalb Jahre nach der Baugenehmigung wird der Verwaltungsgerichtshof Mannheim die Klage der Schutzgemeinschaft Filder gegen den Flughafenanschluss an die ICE-Strecke verhandeln.

Stuttgart - Der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim wird voraussichtlich am 20. November die Klage der Schutzgemeinschaft Filder gegen den beim S-21-Projekt geplanten Tiefbahnhof am Flughafen verhandeln. Die letzten Absprachen zum Termin liefen, sagte ein Gerichtssprecher auf Anfrage.

Die Schutzgemeinschaft hatte die intern umstrittene Klage mit der Mehrheit des Vorstandes Ende 2016 auf den Weg gebracht. Der Anschluss, der den Flughafen für Züge aus Richtung Ulm und vom Hauptbahnhof aus erreichbar macht, war am 14. Juli 2016 vom Eisenbahn-Bundesamt genehmigt worden, mit folgendem Nachsatz: „Die zeitnahe Errichtung und Inbetriebnahme der Eisenbahninfrastruktur liegt im öffentlichen Interesse. Weitere Verzögerungen sind daher zu unterbinden.“

Die Bahn hat Arbeiten wegen der Klage zurückgestellt, bereitet den Bau aber zum Beispiel mit der Installation von Messeinrichtungen in den Ausstellungshallen der Messe, die von einem Tunnel unterquert werden, vor.

Die Schutzgemeinschaft wendet sich mit ihrer Klage gegen die Bildung zweier Planungsabschnitte und hat grundsätzliche Bedenken gegen S 21. Bei der Abschnittsbildung wurden der ICE-Anschluss und der der Gäubahn zum Flughafen (über die S-Bahn-Gleise) abgetrennt.

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