Der Anschluss des Flughafens bedeutet für Echterdingen, dass hier auch Fernzuüge durchfahren würden Foto: Max Kovalenko

Die Schutzgemeinschaft Filder warnt davor, am Airport beim Projekt Stuttgart 21 den Filderbahnhof plus zu bauen. Die Variante zu den Bahnplänen sei 224 Millionen Euro Mehrkosten nicht wert.

Stuttgart - Die Schutzgemeinschaft Filder warnt davor, am Airport beim Projekt Stuttgart 21 den Filderbahnhof-plus zu bauen. Die Variante zu den Bahnplänen sei 224 Millionen Euro Mehrkosten nicht wert.

Passgenau zur Sitzung des politisch besetzten Stuttgart-21-Lenkungskreises am Montag nannte die Schutzgemeinschaft am Freitag Gründe gegen den Filderbahnhof-plus. Einziger Vorteil sei, dass mit ihm die heutige S-Bahn-Station Terminal unberührt bleibe. Ansonsten würde sie umgebaut, die S-Bahn verlöre wegen der Gäubahnzüge eines von zwei Gleisen. Die Fernzüge aus Richtung Singen in den auch geplanten unterirdischen Fernbahnhof am Airport zu lenken koste aber weiteren Filderboden bei der Messe und auf Plieninger Seite. Brandschutz und Fluchtwege seien auch im Fernbahnhof problematisch. Das Fahrgastaufkommen in Richtung Airport ist aus Sicht der Filder-Schützer unbedeutend. Ein Halt der Gäubahnzüge in Vaihingen mit Umstieg auf die S-Bahn zum Airport sei vorzuziehen. Der Fernbahnhof könne offen unter dem Messeparkhaus entstehen, direkt an der Neubaustrecke nach Ulm, und dazu eine Kabinenbahn zu den Terminals. „Das wäre sogar eine besondere Attraktion für Messe und Flughafen“, sagt Steffen Siegel, der Vorsitzende der Schutzgemeinschaft.

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