Der symbolische Baustart mit Tunneltaufe hatte im November 2014 viele Menschen zum Albaufstieg gelockt Foto: Horst Rudel

Die Deutsche Bahn AG hat auf der Neubaustrecke Wendlingen– Ulm die ersten 1000 Meter des 8806 Meter langen Boßlertunnels gebohrt.

Stuttgart - Der symbolische Startschuss für den Tunnelbau war am 8. November 2014 am Aichelberg gefallen, die 6200 PS starke, Käthchen getaufte Maschine mit ihrem im Durchmesser 11,39 Meter großen Schneidrad war tatsächlich aber erst am 14. April 2015 in Bewegung gesetzt worden.

Die 1000-Meter-Marke liegt kurz hinter der Wildbrücke, die bei Aichelberg die A 8 quert. Die Neubaustrecke, die bei Wendlingen an das Bahnprojekt Stuttgart 21 anknüpft, hat eine Länge von 59,6 Kilometern, wovon 30,4 in neun Tunneln verlaufen. Der längste ist der Boßler-, der zweitlängste der Albvorlandtunnel (8176 Meter).

Beim Boßlertunnel hatte die Bahn zunächst nur 2,8 Kilometer Maschinenvortrieb vorgesehen. Nach weiteren Erkundungen der Geologie sollen in der jetzigen Röhre 7,5, in der zweiten Röhre sogar 8,5 Kilometer Tunnel mit der Maschine aus Betonfertigteilen gebaut werden.

„Das Leistungspotenzial der Maschine kann inzwischen voll abgerufen werden, wir wollen im Schnitt pro Monat 500 Meter schaffen“, sagt der Abschnittsleiter Matthias Breidenstein. Die neue Schienenstrecke ist mit 3,26 Milliarden Euro kalkuliert, 950 Millionen Euro zahlt das Land als fixen Zuschuss, den Rest der Bund.

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