Die Bahn will keine erneute umkämpfte Nacht-und-Nebel-Aktion und hat die Baumverpflanzung verschoben. Foto: dpa

Umpflanzung von Bäumen auf der Nordseite des Hauptbahnhofs frühestens nächste Woche.

Stuttgart - Die Polizei stand bereits in Alarmbereitschaft, und auch die Stuttgart-21-Gegner haben für die Nacht zum Freitag kräftig mobilisiert. Doch dann stellte die Bahn das Signal auf Rot: Die geplanten Umpflanzungen von Bäumen auf der Nordseite des Hauptbahnhofs sollen frühestens nächste Woche gestartet werden.

Zu viele Informationen waren vorab über die Planungen durchgesickert, wieder drohte eine umkämpfte Nacht-und-Nebel-Aktion. Nun aber will die Bahn AG die Verpflanzung von 16 Kastanien und Platanen ruhiger angehen lassen. Wie am Donnerstagnachmittag bekannt wurde, soll am Montag bei einem Pressegespräch über die Planungen und Abläufe informiert werden. Die Bäume müssen einem unterirdischen Technikgebäude weichen, das Steuerungen für die S-Bahn aufnehmen soll. Ursprünglich sollten 80 Bäume am Kurt-Georg-Kiesinger-Platz gefällt werden - nach der Geißlerschen Schlichtung einigte man sich aber darauf, möglichst alle Bäume umzupflanzen. Die vegetationsfreie Zeit endet am 28.Februar.

Die Stuttgart-21-Gegner lehnen eine Beseitigung der Bäume grundsätzlich ab. Diese seien ein "wichtiger Luftfilter und Sauerstoffspender an dieser durch Abgase und Feinstaub hoch belasteten Stelle", so Carola Eckstein von den Parkschützern.

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