Die Pille als Verhütungsmittel wird bei Mädchen und jungen Frauen immer unbeliebter. Foto: dpa/Ralf Hirschberger

Laut einer Studie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK verhüten immer weniger junge Frauen in Deutschland mit der Pille. 2019 haben nur noch 31 Prozent der gesetzlich versicherten Mädchen und jungen Frauen die Pille verschrieben bekommen.

Berlin - Immer weniger junge Frauen in Deutschland verhüten mit der Pille. So haben laut einer Studie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK im vergangenen Jahr 31 Prozent der gesetzlich versicherten Mädchen und jungen Frauen die Pille verschrieben bekommen. Im Jahr 2010 setzten den Angaben zufolge noch 46 Prozent auf dieses Verhütungsmittel. „Das kann mit einem stärkeren Bewusstsein dafür zu tun haben, dass die Pille kein Lifestyle-Präparat ist, sondern in den Hormonhaushalt eingreift und auch Nebenwirkungen haben kann“, sagte Eike Eymers, Ärztin im Stab Medizin des AOK-Bundesverbandes.

Die Auswertung bezieht sich auf gesetzlich versicherte Mädchen und Frauen bis 20 beziehungsweise 22 Jahre, bei denen die Kasse die Kosten für die Pille übernimmt. Ende Juli 2019 wurde die Altersgrenze für die Erstattung von 20 auf 22 Jahre angehoben.

Im August wird die Pille 60 Jahre alt. Zuerst kam sie in den USA, ein Jahr später in Deutschland auf den Markt.

  
Wissen
  
AOK
Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: