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Bis 14. Juli reicht S-21-Gegnern die Zeit zur Vorbereitung nicht - Geißler wirbt noch um sie.

Stuttgart - Der Zeitplan für Stuttgart21 wankt. Ob das Ergebnis des Stresstests für den neuen Bahnknoten wie geplant am 14. Juli präsentiert werden kann, ist "offen", sagt der Schlichter Heiner Geißler. Ob die Bahn AG ohne diese Veranstaltung am 15.Juli Aufträge für 750 Millionen Euro vergeben wird, ist umstritten.

Nicht Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) und auch nicht Technik-Bahnvorstand Volker Kefer tritt am Montag im Landtagsgebäude vor die Medienvertreter. Es ist der S-21-Schlichter Heiner Geißler, der kurz vor 16.30 Uhr das Ergebnis eines zweieinhalbstündigen Vorgesprächs zum Stresstest verkündet. Das entbehrt nicht der Logik, denn auch im Vorgespräch ging es nicht ohne Schlichtung.

Geißlers Botschaft lautet: Projektgegner und Projektbeteiligte brauchen weitere Vorgespräche am 7. und 8. Juli, ehe man überhaupt an eine Stresstest-Präsentation mit allen Beteiligten am 14. Juli denken könnte. Es geht immer noch um die Verständigung darüber, welche Standards und Prämissen und welcher Fahrplan dem Stresstest zugrunde lagen. Dem Stresstest, mit dem die Bahn bei guter Betriebsqualität 30 Prozent mehr Kapazität im geplanten Tiefbahnhof als im Kopfbahnhof nachweisen soll.

Die Anschlusstermine, sagt Geißler, bleiben bis zum Ende des Treffens am 8.Juli offen. Damit meint er auch die geplante öffentliche Stresstest-Veranstaltung am 14. Juli. Zur Disposition stehe sie aber nicht, beharrt Geißler. Er lege Wert darauf, dass auch das Aktionsbündnis gegen S21 bei dieser Präsentation mitwirke.

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