Dass Rettungswagen im Stau an der Einfahrt zum Robert-Bosch-Krankenhaus stecken bleiben, soll sich nicht wiederholen. Foto: Lichtgut/Christoph Schmidt

Der Streik der SSB-Mitarbeiter am vergangenen Mittwoch hatte verheerende Auswirkungen am Robert-Bosch-Krankenhaus. Es herrschte ein Parkchaos, teilweise war die Zufahrt zur Notfallaufnahme blockiert. Das soll am 1. März verhindert werden. Dann wird nämlich erneut gestreikt.

Die teils dramatischen Szenen am Robert-Bosch-Krankenhaus (RBK) am vergangenen Mittwoch sollen sich nicht wiederholen. Durch den Streik bei der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) war der Andrang auf dem Cannstatter Burgholzhof so groß, dass ein absolutes Parkchaos herrschte. Zeitweise ging an der Einfahrt und auf den Zubringerstraßen nichts mehr. Die Folge: Die Zufahrt zur Notaufnahme war für Rettungswagen blockiert. Nun hat die Gewerkschaft Verdi gemeinsam mit Fridays for Future für den 1. März zu einem bundesweiten Klimastreik-Aktionstag aufgerufen. Betroffen wären davon auch wieder die Busse und Stadtbahnen der SSB in Stuttgart.

 

Neuer Parkplatz mit Shuttle-Service zur Klinik

„Wir suchen nach einer Lösung, damit es nicht erneut zu einem Parkchaos kommt“, sagt der medizinische Geschäftsführer Professor Dr. Mark Dominik Alscher. Zwar sei noch nichts in trockenen Tüchern, aber angedacht ist, eine größere Parkfläche auf dem Burgholzhof, beim Polizeipräsidium auf dem Pragsattel oder an der früheren Messe am Killesberg zu mieten. Die Besucher und Patienten sollen von dort mit einem eigens eingerichteten Shuttle-Service zum Robert-Bosch-Krankenhaus gebracht werden. „Es ist aber noch nicht sicher, ob wir das in der Kürze der Zeit noch hinbekommen“, betont der Klink-Leiter im Hinblick auf den 1. März.

Auch an anderer Stelle hat man sich Gedanken gemacht, wie ein solch heikles Szenario in Zukunft verhindert werden könnte. „Das hängt auch immer davon ab, wie von der Gewerkschaft zum Streik aufgerufen wird“, erklärt eine SSB-Sprecherin hinsichtlich eines möglichen Notfahrplans, um besonders sensible Linien wie die Buslinien 52 und 57 zum Robert-Bosch-Krankenhaus auch an Streiktagen zu ermöglichen. In den vergangenen beiden Fällen hatte die Dienstleistungsgesellschaft die Arbeitsniederlegung aller Mitarbeiter gefordert.

Verdi zeigt sich einem Notfahrplan gegenüber offen

Bei Verdi zeigt man sich einem solchen Notfallszenario gegenüber aufgeschlossen. „Wir werden das intern prüfen“, sagt die Stuttgarter Bereichsleiterin Suzanna Tedesco – sollte das vom Konzern gewünscht werden. Allerdings sei die Frage, wie die Fahrgäste erfahren sollten, dass ausgerechnet diese Linien nicht vom Streik betroffen wären. „Wenn dann die Busfahrer nicht streiken könnten und die Busse trotzdem leer sind, hätten beide Seiten nichts davon.“ Vielmehr sieht sie daher die Polizei und die Stadt in der Pflicht.

Im Vorfeld mit einer etwaigen Beschilderung oder gar Sperrungen einzugreifen, könne man nicht, erklärt Polizeisprecher Stephan Widmann, „wenn sich der Verkehr staut, werden wir aber diesen natürlich regeln“. Alles andere sei Aufgabe der Kommune. Und auch bei der Stadt hat man sich Gedanken gemacht. „Es gibt sicher eine Möglichkeit, auf einen besseren Verkehrsfluss einzuwirken“, sagt ein Stadtsprecher. Konkrete Pläne gebe es aber noch nicht – schon gar nicht für den 1. März.