Auf Grund der kaputten Leitung konnten in Freiburg über vier Stunden keine Straßenbahnen fahren. Foto: dpa

Ein technischer Defekt an einer Oberleitung legt über Stunden das Netz der Freiburger Straßenbahnen lahm. Tausende Pendler sind betroffen. Es war der zweite Schaden dieser Art in einem Monat.

Freiburg - Tausende Freiburger haben am Montagmorgen vergeblich auf eine Straßenbahn gewartet. Wegen eines Oberleitungsschadens konnte zur morgendlichen Pendelzeit keine Bahn fahren - etwa vier Stunden lang kamen 54 Bahnen nicht aus dem Depot. Betroffen waren nach Angaben eines Sprechers der Freiburger Verkehrs AG Tausende Fahrgäste. Es war der zweite Defekt an dieser Stelle in einem Monat.

Ein Ersatzverkehr mit Bussen konnte am Montag nach Angaben des Sprechers aus Kapazitätsgründen nicht angeboten werden. Ein Verkehrschaos blieb nach Angaben der Polizei aber aus.

Der Schaden war gegen 5.00 Uhr zwischen den Haltestellen „VAG Zentrum“ und „Am Lindenwäldle“ aufgetreten. Weil er damit direkt vor dem Hauptdepot der Verkehrsbetriebe auftrat, war das gesamte Netz betroffen, weil im Depot stehende Straßenbahnen blockiert waren und nicht losfuhren konnten. Von 9.00 Uhr an konnten die meisten Bahnen wieder fahren, wegen Restarbeiten kam es aber weitere zwei Stunden zu Einschränkungen.

Verursacht wurde das Problem durch einen technischen Defekt, hieß es später. An einer der Oberleitungen hatte es eine sogenannte elektrische Überlastung gegeben. Diese entstand durch die erste Straßenbahn, die frühmorgens um 04.41 Uhr das Depot verließ.

Teile der Leitung wurden nun abgetrennt, um weitere Behinderungen zu vermeiden. Zuvor hatte die Technik an dieser Stelle jahrzehntelang funktioniert. Den Schaden schätzte das Unternehmen auf rund 30 000 Euro.

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