Noch rund sieben Wochen ist die Botnanger Straße wegen eines Wasserrohrbruchs gesperrt. Parallel dazu wollen die SSB den Stadtbahnverkehr zwischen Vogelsang und Botnang unterbrechen. Das könnte zu massiven Verkehrsproblemen führen.
Vor einer Woche hat ein Wasserrohrbruch für massive Schäden an der Botnanger Straße gesorgt. Im Bereich der Haarnadelkurve wurde der Belag großflächig unterspült. Seitdem ist die Straße, die Botnang mit dem Stuttgarter Westen verbindet, in beide Richtungen zwischen der Lindpaintner- und der Geißeichstraße für den Verkehr gesperrt. Die Netze BW geht von einer Bauzeit von rund sieben Wochen am Botnanger Sattel aus.
Kilometer lange Umwege für Autofahrer
Autofahrer müssen Kilometer lange Umwege in Kauf nehmen. Die Umleitung führt von Botnang aus über die Vaihinger Landstraße und die Wildparkstraße zum Birkenkopf und von da aus in den Stuttgarter Westen. Eine weitere Alternative in die Innenstadt bietet der Weg über das Feuerbacher Tal. Zu langen Staus sei es laut der Polizei bislang nicht gekommen, allerdings sei der Mehrverkehr auf der bereits von Haus aus viel befahrenen Wildparkstraße deutlich zu spüren.
Stadtbahn als Alternative fällt weg
Als Alternative, um von Botnang in die Stuttgarter Innenstadt zu gelangen, bleibt unter anderem der Umstieg auf die öffentlichen Verkehrsmittel, wie zum Beispiel die Stadtbahnen der Linien U 2 oder U 9 – eigentlich. Denn wie die Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) in einer Anwohnerinfo mitteilt, soll die Strecke zwischen den Haltestellen Vogelsang und Botnang von Montag, 25. März, bis Sonntag, 7. April, in beide Fahrtrichtungen gesperrt werden. Hintergrund ist die Grunderneuerung der Gleisanlagen in diesem Streckenabschnitt.
Ein Schienenersatzverkehr soll nach Angaben der SSB zwischen den Haltestellen Vogelsang und Botnang eingerichtet werden. Das Problem: Die Streckenführung verläuft über den Botnanger Sattel. Doch zu diesem Zeitpunkt sind nach Rechnung der Netze BW die Arbeiten noch nicht abgeschlossen.
SSB-Sprecherin verspricht eine Lösung
Nicht nur die Anwohner stellen sich die Frage: Wie soll das gehen, wenn sich der Individual- und der Umleitungsverkehr sowie die Busse des Schienenersatzverkehrs auf der Wildparkstraße bündeln? Auch bei den SSB weiß man inzwischen um das Problem, hat aber noch keine Antwort. Anfang kommender Woche soll daher eine Besprechung zwischen Netze BW, dem Ordnungsamt und den SSB stattfinden. „Wir werden eine Lösung finden“, so eine SSB-Sprecherin.