Straßburg Großbrand am Rheinhafen

Von red/dpa/lsw 

Verletzt wurde bei dem Feuer auf einem Firmengelände niemand. Foto: dpa
Verletzt wurde bei dem Feuer auf einem Firmengelände niemand. Foto: dpa

Anwohner hören einen Knall, dann steht eine Produktionshalle im Straßburger Rheinhafen in Flammen. Der Großbrand zerstört ein Firmengelände auf einer Fläche so groß wie ein halbes Fußballfeld. Auch auf deutscher Rheinseite macht das Feuer sich bemerkbar.

Straßburg - Ein Großbrand im Rheinhafen von Straßburg hat die Feuerwehr in der Nacht zu Freitag über Stunden beschäftigt. Verletzt wurde bei dem Feuer auf einem Firmengelände niemand, wie die zuständige Präfektur in Straßburg am Freitagmorgen mitteilte. Feuerwehrleute brachten den Brand demnach gegen 3.00 Uhr unter Kontrolle. Erste Luftmessungen in der Umgebung hätten ergeben, dass von dem Rauch keine besonderen Gefahren ausgingen.

Auf Bildern aus der Nacht ist eine große Rauchsäule über dem Gelände der Firma Soprema zu sehen, die Abdichtungs- und Isoliermaterialien herstellt. Nach Behördenangaben war das Feuer am Donnerstagabend aus zunächst unbekannten Gründen in einer Produktionshalle des Unternehmens ausgebrochen. Mehrere Anwohner hätten die Feuerwehr wegen einer Explosion alarmiert, sagte eine Sprecherin der Präfektur. Nähere Angaben zu der Detonation machte sie nicht.

Erst Anfang Juni war im Straßburger Rheinhafen ein Getreidesilo explodiert

Nach Behördenangaben zerstörten die Flammen das Firmengelände auf einer Fläche von mehr als 3000 Quadratmetern, das entspricht etwa der Hälfte eines Fußballfeldes. Anwohner auch auf der deutschen Seite des Rheins waren zwischenzeitlich aufgerufen, ihre Fenster und Türen wegen schlechter Gerüche geschlossen zu halten. Mehr als 130 Feuerwehrleute waren in der Nacht im Einsatz, auch deutsche Einsatzkräfte halfen bei den Löscharbeiten.

Einem Bericht der „Dernières Nouvelles d’Alsace“ zufolge wurde die Sperrung des Gebiets am Freitagmorgen aufgehoben. Angestellte der Firma, deren Arbeitsplatz nun zerstört ist, wurden nach Hause geschickt und sollen erst am Montag wieder zum Dienst erscheinen.

Erst Anfang Juni war im Straßburger Rheinhafen ein Getreidesilo explodiert. Vier Menschen wurden dabei verletzt.

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