Friseure gehören zu den Handwerksbetrieben, die viel Umsatz in Form von Bargeld erzielen. Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Mit veralteten Bargeldkassen lassen sich Umsätze nachtrüglich herunterrechnen. Das Gesetz fordert daher von Geschäften manipulationssichere Kassen. Doch ausgerechnet jetzt sind Firmen in Finanznöten.

Stuttgart - Die Landtags-CDU fordert, dass Handwerksbetriebe nicht wie bisher geplant zum 1. Oktober alle Kassensysteme umrüsten und fälschungssicher machen müssen. Viele Handwerksbetriebe hätten wochenlang schließen müssen, was zu existenziellen Sorgen führe, erklärte der handwerkspolitische Sprecher der Fraktion, Thomas Dörflinger. Deshalb werde er sich gegenüber den Finanzministerien in Bund und Land für eine Verschiebung einsetzen. Das bisherige Gesetz sieht vor, das alle Registrierkassen, etwa in Handel, Gastronomie und Handwerk, umgerüstet werden müssen. Im Handwerk betrifft dies zum Beispiel Friseure. Dies soll nachträgliche Veränderungen der eingegebenen Umsätze unmöglich machen und es Firmen erschweren, Bargeld-Umsätze an der Steuer vorbei zu erzielen.

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