Die Sternsinger bedanken sich mit dem an die Tür geschriebenen Segen Foto: Kuhn

Die Sternsinger sind noch bis Samstag in Untertürkheim unterwegs. Die „Könige aus dem Morgenland“ bringen rund 300 Haushalten den Segen und sammeln für Kinder in Not.

Untertürkheim - Nur wenige Untertürkheimer, an deren Haustür es in den vergangenen beiden Tagen klingelte, waren von den gekrönten Häuptern, die vor dem Haus standen, überrascht. Viele haben auf den königlichen Besuch bereits sehnsüchtig gewartet. „Schön, dass Ihr Euch trotz der Kälte Zeit nehmt und bei uns vorbeikommt“, dankte eine ältere, sichtlich gerührte Katholikin den fünf jungen Männern mit ihren Stimmbruchstimmen und Christel Böhm. Vom 2. bis 5. Dezember sind die Sternsinger der katholischen Kirchengemeinde in Untertürkheim, Luginsland und in Rotenberg unterwegs. „Dieses Jahr haben sich immerhin 27 Jugendliche gemeldet, darunter sind auch zehn Teilnehmer der Sternsinger AG der Luginslandschule“, sagt Mitorganisatorin Sonja Rubenbauer. Im Gemeindezentrum verwandeln sich die mit Jeans, Pullover und warmen Jacken bekleideten Mädchen und Jungen schnell in königliche Hoheiten: eine Krone aufs Haupt, einen langen, schön verzierten Umhang um die Schulter, einer aus der Gruppe färbt sich mit dunkler Theaterschminkcreme das Gesicht – fertig sind die in Roben gehüllten Heiligen aus dem Morgenland. In Vierer- bis Sechsergruppen ziehen sie los. Einer trägt den Stern, ein zweiter die goldene Spenden-Schachtel, ein dritter einen Einkaufstrolley, in dem sie geschenkte Süßigkeiten verstauen können. Bis Samstag besuchen sie rund 300 Haushalte.

Spenden gehen nach Peru

Fabian, Antonio, Christophe, Claus und Felix laufen am ersten Tag im Bereich Sattelstraße und Wallmer. „Wir kommen daher aus dem Morgenland. Wir kommen geführt von Gottes Hand“, singen sie und treten ins Haus der Familie Vöhringer ein. „Mein Sohn Tobias feiert heute Geburtstag. Der Besuch der Majestäten hat seit Jahren Tradition“, erzählt Matthias Vöhringer. Die ersten Geldscheine wandern als Dank in die goldene Box. Dieses Jahr kommen die Spenden Projekten für behinderte Kinder in Peru zugute. „Die Gabe vergelte der gütige Gott mit langem Leben und Hilfe in Not“, bedanken sich die fünf Majestäten.

Fabian darf ran. Er zückt die Kreide. „20 * C+M+B* 19“ schreibt er an den Türrahmen. Mit „Christus segne dieses Haus und alle, die da gehen ein und aus. Die Liebe sei mächtig, der Hass sei verbannt, das wünschen die Weisen aus dem Morgenland“, verabschieden sich die Sternsinger von der Festgemeinschaft und machen sich auf den Weg zum nächsten Untertürkheimer, dem sie den Haussegen 2019 bringen wollen.

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