Sportler Gabor Katai beeindruckt mit Sprüngen auf den Parcours-Elementen Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

In Stuttgart-Neugereut ist der neue Spiel- und Bolzplatz eingeweiht worden. Baubürgermeister Peter Pätzold hofft hier nicht zuletzt auf VfB-Nachwuchs. Neben dem Fußball finden hier auch Trendsportarten einen Platz.

Stuttgart - Die Lage des VfB ist schwierig. Auch Baubürgermeister Peter Pätzold hat das erkannt. Genau deswegen freute er sich, dass seine erste Einweihung im Amt ein Bolzplatz ist. „Nur durch diese Plätze bekommt der VfB wieder gute Spieler“, sagte er.

Am Wochenende ist der neue Spiel- und Bolzplatz auf 4000 Quadratmetern in Neugereut eröffnet worden. Ein Platz in dieser Größe und dieser Vielfalt sei einmalig in ganz Stuttgart. Der Bau der Anlage gehört zur Stadtteilerneuerung. Sie steht unter dem Motto: „Frischer Wind in Neugereut“.

Die Gestaltung der Anlage ist zusammen mit Anwohnern und Nutzern geplant worden. Ein wichtiges Kriterium ist laut Landschaftsarchitekt Eberhard Schweizer der Lärmschutz gewesen. Deshalb wurde beim Bodenbelag und bei den Fangzäunen auf lärmminderndes Material gesetzt. Der Schotterplatz, der vorher an dieser Stelle lag, sei sehr sanierungsbedürftig gewesen.

Neben dem Fußballfeld gibt es jetzt Schaukeln, eine Drehscheibe, Tischtennisplatten und „Hängematten zum Chillen“, wie Eberhard Schweizer sagt, der zusammen mit Ines Wiedemann die Anlage geplant hat. Dass der Platz zu Neugereut gehört, werde durch die Stadtteilfarben grün und blau deutlich.

Slackline, Parcours laufen und Calisthenics

Außerdem gibt es Möglichkeiten für Trendsportarten wie das Balancieren auf der Slackline, Parcours laufen und Calisthenics, also Krafttraining mit dem Einsatz des eigenen Körpergewichts. Die Parcoursläufer Gabor Katai und Lorenz Achtnich und der Kraftsportler Adrian Lier zeigten, was man mit den Elementen machen kann.

Man könne mit dieser Anlage schon zufrieden sein, auch wenn es hier und da noch Platz für Elemente wie Barren oder eine Sprossenwand gäbe. „Grundsätzlich sollte man bei der Planung solcher Anlagen mit Leuten sprechen, die den Sport ausüben“, so Lier.

Die Klassen der Jörg-Ratgeb-Schule, die ebenfalls zur Planung beigetragen hat, können auf dieser Anlage in Zukunft Sportunterricht machen. „Durch den weichen Bodenbelag haben auch Eltern ein besseres Gefühl, wenn ihre Kinder an den Elementen klettern“, sagte Gabor Katai. Die anwesenden Schüler nutzten die Gelegenheit und probierten alles aus. Dabei machten sie sogar den Profis Konkurrenz. „Ich würde schon am ersten Hindernis scheitern“, sagte Baubürgermeister Pätzold.

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