Die SSB muss die Bahnsteige verlängern. Foto: /Horst Rudel

Die Stuttgarter Straßenbahnen AG stellt ihre Pläne zur U1 vor: Die Züge der U1 sollen verlängert werden, damit bis 2013 deutlich mehr Fahrgäste mitfahren können. Die Haltestellen müssen entsprechend umgebaut werden, damit die Leute bequem aus- und einsteigen können.

S-Süd - Immer mehr Fahrgäste brauchen immer mehr Stadtbahnen. Die Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) will deshalb mehr Züge aufs Gleis setzen und muss dafür ihre Bahnsteige aufrüsten – auch in Heslach. In der kommenden Sitzung des Bezirksbeirates Süd wird sie berichten, was wann und wie im Bezirk geplant ist.

Die SSB plant auf der Stadtbahnlinie U 1, die in den Stoßzeiten hoffnungslos überfüllt ist, 80 Meter lange Züge einzusetzen. Dies soll die Kapazitäten vom Jahr 2023 an verdoppeln. Damit die Fahrgäste auch dann noch bequem ein- und aussteigen können, müssen die Bahnsteige auf etwa 75 Meter verlängert werden. Zwölf innerstädtische Halte müssen so in den kommenden Jahren umgebaut werden: fünf in Bad Cannstatt, vier in Fellbach und drei in Heslach.

SSB will Kapazität verdoppeln

Auf geraden Abschnitten ist das vergleichsweise einfach. Doch liegt zum Beispiel der Hochbahnsteig am Bihlplatz in einer Kurve, weshalb die Planer auch in den Gleisbereich werden eingreifen müssen. „Hier gibt es bau- und gleistechnisch einige Nüsse zu knacken, zumal hier auch noch der SSB-Betriebshof liegt“, wie der SSB-Chefplaner Volker Christiani schon vor längerer Zeit angekündigt hatte. Die Umbauten sind ohnehin eine logistische Herausforderung, weil sie im laufenden Betrieb vonstatten gehen sollen.

Bis die Bagger anrücken, dauert es noch eine Weile. Derzeit laufen noch Genehmigungsverfahren und Zuschüsse warten darauf, bewilligt zu werden. In diesem Jahr werden und wurden bereits die Haltestellenpläne in den jeweiligen Bezirksbeiräten vorgestellt. Jetzt ist der Stuttgarter Süden dran. Bis zum Baubeginn wird es voraussichtlich 2021 werden. Die Kosten sind auch noch nicht klar benannt. Doch sieht die SSB in ihrem Mehrjahresplan bis 2022 für die Grunderneuerung der teilweise 30 Jahre alten Infrastruktur eine knappe halbe Milliarde Euro vor.

Standorte für E-Ladesäulen

Der Bezirksbeirat Süd hört an diesem Abend ferner einen Bericht des Sozialamts zur Unterbringung der Flüchtlinge in Stuttgart-Süd, zur aktuellen Situation und zur weiteren Planung. Anschließend geht es um die Elektromobilität, und die Verwaltung stellt weitere Standorte für E-Ladesäulen vor – sowohl für Normall- als auch Schnellladesäulen. Entscheiden muss das Gremium über Anträge zum Bezirksbudget – zum einen über die Mittel für einen Weihnachtsbaum auf dem Marienplatz und zum anderen über die Finanzierung einer naturnahen kleinkindgerechten Aktivitätsfläche auf dem Erwin-Schoettle-Platz. Letzteres hatte jüngst bei seiner Präsentation unter den Bezirksbeiräten breiten Anklang gefunden.

Die öffentliche Sitzung beginnt am Dienstag, 26. November, um 18.30 Uhr mit der üblichen Bürgerrunde im Generationenhaus Heslach.

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