Alt-OB Wolfgang Schuster (71) lenkt den Förderverein der Staatstheater Stuttgart Foto: Michael Steinert

1,1 Milliarden Euro teuer, zehn Jahre Bauzeit – als Chef des Staatstheater-Fördervereins will Stuttgarts Ex-OB Wolfgang Schuster die Sanierung des Opernhauses zu einem Projekt der ganzen Bürgerschaft machen.

Stuttgart - Stuttgarts Ex-OB Wolfgang Schuster will als Vorsitzender des Fördervereins der Staatstheater Stuttgart Interesse für die Opern-Sanierung wecken.

 

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Herr Schuster, bisher zumindest scheint es, als ließe das von Land und Stadt geplante Mammutprojekt Sanierung des Opernhauses und Erweiterung des Staatstheater-Areals die Bürgerschaft weitgehend kalt. Ist da nicht auch Rückhalt notwendig?

Grundsätzlich stimme ich Ihnen zu. Aber klar ist doch auch: Man muss für ein konkretes Projekt werben können. Hocherfreulich ist, dass diese große Aufgabe im Koalitionsvertrag der Grün-Schwarzen Landesregierung verankert ist. Wenn jetzt auch der Gemeinderat der Stadt Stuttgart einen positiven Grundsatzbeschluss fasst, werden die Planungen für einen Wettbewerb weitergehen – damit wird das Gesamtprojekt anschaulich.

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Und dann wird auch der Verein der Freunde der Staatstheater aktiver?

Wie gewinnt man die Bürgerschaft? Das ist die große Frage und die große Aufgabe – ja. Wir haben im September unsere Mitgliederversammlung – und es wird sicher darum gehen, dass wir das Gesamtprojekt mit einer Laufzeit von zehn Jahren mit einer langfristigen Strategie begleiten.

Unterstützung in der Breite

Was schwebt Ihnen vor?

Wir sollten in einem Schulterschluss von Land, Stadt, Staatstheater und Förderverein eine Kampagne starten, die über das gesamte Vorhaben und seine Stationen informiert. Wir brauchen – da bin ich ganz sicher – die Unterstützung in der Breite. Und ich sehe eine große Chance, dass wir viele Bürgerinnen und Bürger aus Stuttgart, aber auch aus ganz Baden-Württemberg dafür begeistern können.