OB Gabriele Zull ehrt die erfolgreichen Sportler mit dem Ehrenblatt in Gold. Foto: Patricia Sigerist

Die 224 erfolgreichsten Athletinnen des Jahres 2018 aus Fellbach stehen in der Festhalle Schmiden im Rampenlicht. ­Gabriele Zull ist beeindruckt: „Es gibt unglaubliche Talente hier; ich bin stolz, OB der Sportstadt Fellbach zu sein.“

Fellbach - Das Lied „Legenden“ von Max Giesinger hatte Dimitrios Rimenidis von der Turnabteilung des TSV Schmiden, der bei der Fernseh-Castingshow „The Voice Kids“ das Publikum begeistert hatte, bewusst ausgesucht. „Fast alle hier sind Sportler, und die können zu Legenden werden, wenn sie dafür kämpfen“, sagte der Zwölfjährige, der auch zu den 224 erfolgreichen Athleten gehörte, die bei der Sportlerehrung der Stadt Fellbach am Freitag im Rampenlicht standen.

Der Abend stand unter dem Motto Höchstleistungen. Die Liste der Namen der Geehrten, die Sara Jakovijevic und Nathan Seibold vorlasen, war lang. Die beiden Jugendgemeinderäte meisterten den Sprechmarathon mit Bravour. Oberbürgermeisterin Gabriele Zull überreichte in der Festhalle Schmiden 106 bronzene Ehrenblätter, 54 silberne und 64 goldene.

Gabriele Zull war vom Anblick der erfolgreichen Sportlern beeindruckt

Dabei gelten strenge Kriterien; die Latte hängt hoch. Wer für eine bronzene Ehrung würdig befunden wurde, war 2018 unter den ersten Drei bei süddeutschen Meisterschaften oder hat an nationalen Titelkämpfen teilgenommen. Für die silberne Auszeichnung mussten die Sportler bei deutschen Meisterschaften auf dem Treppchen stehen oder bei Europa- oder Weltmeisterschaften am Start sein. Bei internationalen Großereignissen eine Medaille, einen deutschen Meistertitel, einen anerkannten nationaler oder internationaler Rekord oder eine Teilnahme an Olympischen Spielen konnten die mit Gold ausgezeichneten Gewichtheber, Gymnastinnen, Leichtathleten oder Schwimmer vorweisen.

Gabriele Zull war vom Anblick der erfolgreichen Sportlern beeindruckt. „Es gibt unglaubliche Talente hier, und ich bin stolz, OB der Sportstadt Fellbach zu sein. Wir haben Vereinsstrukturen, die von klassischen Sportangeboten bis zum Trendsport alles bereithalten.“ Damit dies so bleibt, fördere die Stadt die Vereine so gut es geht. „Ich denke, die neuen Vereinsrichtlinien sind eine faire und gute Regelung, und wir geben mehr aus als zuvor“, sagte sie. Förderung ist wichtig, doch Geld gewinnt keine Titel und Medaillen. Eine gewichtige Rolle dabei spielen die Trainer und Betreuer. Die 62 erfolgreichsten des vergangenen Jahres erhielten ein kleines Präsent.

Viele Helfer hinter den Kulissen arbeiteten unter Hochdruck

Wie wichtig Training, Ehrgeiz und Disziplin sind, weiß auch Daniel Hochsteiner. Der Tempo-Jongleur wirbelte Keulen, Bälle, Stöcke und bis zu fünf Tennisschläger in einer Geschwindigkeit durch die Luft, dass das Publikum Mühe hatte, zu folgen. „Jonglieren ist wie ein Studium, man muss jeden Tag lernen und üben, mehrere Jahre lang, um so gut zu werden“, sagte Hochsteiner, der als „König der Jongleure“ gilt.

Viele Helfer hinter den Kulissen arbeiteten unter Hochdruck, damit das Rahmenprogramm aus Sport, Akrobatik und Tanz reibungslos über die Bühne ging. Turngeräte und Matten wurden wie von Zauberhand auf- und wieder abgebaut, damit die Akteure Höchstleistungen zeigen konnten. Die Sportakrobatinnen des TV Uhingen ernteten viele „Aahs“ und „Oohs“ für ihre riskanten, spektakulär anzuschauenden menschlichen Pyramiden.

Viel Beifall gab es auch für die Nachwuchs-Gymnastinnen vom Bundesstützpunkt in Schmiden, die Showtänze präsentierten, für die jungen Talente aus der Turnabteilung des TSV, die den Zuschauern einen Einblick in ihren Trainingsalltag gaben, und die Mädchen vom Turngruppenwettstreit-Team des SVF mit ihrer Hommage an die 90er-Jahre.

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