Der Alte Friedhof in Münster soll ein inklusiver Spielplatz werden. Der Bezirksbeirat hat den Baubeschluss begrüßt. Foto: Iris Frey

Der Bezirksbeirat Münster hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, dass der Alte Friedhof in der Enzstraße 18 erneuert und für Kinder und Jugendliche umgestaltet wird.

Der Bezirksbeirat Münster hat die Pläne für den Alten Friedhof begrüßt und sich für den Bau ausgesprochen. Somit kann der Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik am 11. Oktober den Baubeschluss fassen. Karl-Heinz Lehrer vom Garten-, Friedhofs- und Forstamt hat die Pläne jüngst im Bezirksbeirat vorgestellt. Die Umgestaltung soll laut Stadt 639 000 Euro kosten. Baubeginn ist für das Frühjahr 2023 vorgesehen und die Fertigstellung im Sommer. Geplant ist, auf dem ehemaligen Friedhof in der Enzstraße 18, der schon seit 1950 als Spielplatz genutzt wird, ein Großspielgerät aufzustellen. Auf Wunsch des Amts für Sport und Bewegung soll außerdem ein Stangenwald errichtet werden. Ein spezieller Kleinkindbereich wird ebenfalls gestaltet.

 

Baugenehmigung im Juli erteilt

Die Baugenehmigung für die Umgestaltung ist im Oktober vergangenen Jahres eingereicht worden und im Juli dieses Jahres erteilt worden. Die Ausführungsplanung ist jetzt in diesem Monat vorgesehen sowie die Vergabe des Großspielgeräts. Franziska Lau vom Stadtplanungsamt begrüßte es, dass die Spielfläche mithilfe des Fördertopfs des Landesprogramms SIQ (Soziale Integration im Quartier) verwirklicht werden kann. Aus diesem kommen Fördermittel in Höhe von 387 000 Euro.

Extrarampe von der Enzstraße aus

Vom Bereich Enzstraße aus soll eine Rampe gebaut werden. Dazu soll eine bestehende Mauer weggenommen werden. Damit soll der barrierefreie Zugang zum Platz ermöglicht werden. Es soll zudem auf dem Spielplatz unterfahrbare Tische geben und Aufstellbereiche für Rollstühle bei den Bänken. Auch Sehbehinderten soll der Zugang erleichtert werden.

CDU-Bezirksbeirat Martin Mäule erklärte, er sei positiv überrascht, dass es schon nächstes Jahr losgeht. „Da freuen wir uns drauf.“ Heinz-Peter Münch (FDP) entschuldigte sich für seine anfängliche Skepsis. Karl-Heinz Lehrer vom Garten-, Friedhofs- und Forstamt sagte auch zu, dass Scooter- und Radständer aufgestellt werden. Dies hatten die Kinder und Jugendlichen in der Beteiligung gewünscht, wie Bezirksvorsteherin Renate Polinski erklärte. Die Umgestaltung des Spielplatzes ist das erste größere Projekt der Sozialen Stadt Münster, welches nun verwirklicht werden soll.