Auch Zirkustiere, wie Alpakas, brauchen während der Pandemie Nahrung. (Symbolbild) Foto: AP/Kerstin Joensson

Vielen Zirkussen mangelt es wegen der Coronavirus-Pandemie und damit gestrichenen Auftritten an Geld. Studenten aus Stuttgart wollen dem etwas entgegensetzen. Dafür nutzen sie ihre Medienexpertise und sammeln Spenden.

Stuttgart - Veranstaltungen fallen während der Coronavirus-Pandemie weitestgehend aus. Mitunter besonders von dieser Situation betroffen sind Zirkusse, deren Haupteinnahmesaison in diesem Jahr ohne Auftritte bleibt. Doch Tiere müssen weiter gefüttert und stetige Kosten bezahlt werden. Eine Studentengruppe aus Stuttgart will deshalb finanzielle Ausfälle von drei lokalen Zirkussen mit einer Spendenaktion auffangen. Das Konzept: Die sechs Freunde präsentieren die traditionsreichen Familienbetriebe fachmännisch im Internet und rufen zur Mithilfe auf.

Unter dem Motto „Manege zu – Zirkusse in Not” hat die Studentengruppe bereits mehrere Videos auf Youtube veröffentlicht und mit unterschiedlichen Posts auf Facebook und Instagram für Aufmerksamkeit gesorgt. „Es ist unser Wunsch, zu erreichen, dass Zirkusfamilien weiterhin trainieren, reisen und ihren einzigartigen Zauber versprühen können“, schreiben die Studenten auf ihrer eigens für die Aktion eingerichteten Website. Und weiter: „Dieses wertvolle Stück Kultur möchten wir für uns alle erhalten.“

Im Zentrum der Spendensammlung stehen die Zirkusse Bravissimo, Frankordi und Salto Mortale. Sie „sind in unserer nahen Umgebung gestrandet, alle relativ klein und deshalb besonders auf unsere Hilfe angewiesen“, sagen die Studenten. Zwar würden sie gerne noch mehr Zirkussen helfen, dafür seien ihre Mittel aber nicht ausreichend.

Aktuell stehen die Zirkusse in Schwaigern (Landkreis Heilbronn), Rangendingen (Zollernalbkreis) und Schönaich (Landkreis Böblingen). Die Studenten haben die Familien persönlich besucht und ihre Geschichten in professionellen Internetbeiträgen verarbeitet. Bis die Spendenziele erreicht sind, dauert es aber wahrscheinlich noch einige Zeit. Zum Zeitpunkt dieses Artikels sind für alle drei Zirkusse je etwas mehr als 300 Euro von 2000 Euro zusammengekommen.

Gespendet werden kann über die eigens für die Zirkusse eingerichtete Homepage www.manegezu.de.

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