Spediteure in Deutschland suchen händeringend nach Lastwagenfahrern. Foto: dpa

Ein geringes Ansehen des Berufs und schlechte Arbeitsbedingungen: Immer weniger Menschen wollen Lastwagenfahrer werden. Die Spediteure schlagen Alarm.

Berlin  - In Deutschland fehlen nach Angaben der Spediteure rund 60 000 Lastwagenfahrer. „Wir stehen in Deutschland und Europa vor dem Versorgungskollaps, denn wir finden keine Fahrer mehr“, sagte Dirk Engelhardt, Vorstandssprecher beim Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung, am Dienstag in Berlin. Die 560 000 Fahrer seien im Durchschnitt älter als 50 Jahre, jedes Jahr gingen 30 000 Kollegen in Rente.

Darum ist der Beruf so unbeliebt

Ein geringes Ansehen des Berufs, schlechte Arbeitsbedingungen und die Aussicht auf autonomes Fahren schreckten viele junge Menschen ab. Inzwischen habe auch die osteuropäische Konkurrenz Nachwuchsschwierigkeiten.

Um mehr Fahrer anzuziehen, böten viele Unternehmer mehr als den Tariflohn. Der Verband setzt sich ein für bessere Bedingungen auf Parkplätzen und an Verladestellen, Visa-Erleichterungen für ausländische Fahrer und für mehr Frauen am Steuer. Trotz Digitalisierung würden Fahrer gebraucht, hieß es. 2018 hätten zwar 3600 Lehrlinge ihre Ausbildung begonnen, relativ viele. Das sei aber nur ein „Tropfen auf dem heißen Stein“.

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