Ronald Reagan Foto: Spang

Jetzt hat auch Jeb Bush ausgesprochen, was unabhängige Beobachter schon seit langem sagen.

Okay. Jetzt hat auch Jeb Bush ausgesprochen, was unabhängige Beobachter schon seit langem sagen: Die Republikaner von heute sind Dank Ihrer radikalen Positionen nicht mehr die “klassischen” Konservativen der Mitte, die sein Vater einst verkörpert.

Bei einem Frühstück von “Bloomberg View” erklärte Bush, sein Vater und dessen Vorgänger Ronald Reagan hätten es heute “schwer” einen Platz in der von der Tea Party dominierten Partei zu finden. Insbesondere die Haltung zu Fragen der Einwanderung, des Defizit-Abbaus und der Zusammenarbeit mit den Demokraten bestünde “eine Orthodoxie, die keinen Widerspruch erlaubt”.

Präsident Obama bekommt ebenfalls sein Fett ab

Jeb Bush galt als aussichtsreicher potentieller Kandidat seiner Partei für das Präsidentenamt. Der ehemalige Gouverneur aus Florida gab dem Drängen von Parteifreunden nicht nach, seinen Hut in den Ring zu werfen.

Bush gehört zu den vielen halbherzigen Unterstützen Mitt Romneys, den er in dem Interview direkt wegen dessen Haltung in der Einwanderungsfrage kritisiert. “Gouverneur Romney hat es geschafft mit der Gruppe von Wählern eine Verbindung herzustellen, die Ärger mit sich herumtragen”, meinte Jeb. Dies habe ihn beim Thema Einwanderung in eine Falle tappen lassen. “Die Frage ist, wie er dort wieder herauskommt”.

Auch Präsident Obama bekommt sein Fett ab. “Wenn er die transzendente Figur war, als die er antrat, denke ich, das er gescheitert ist”.

Ein Rundumschlag, der niemand richtig glücklich machen dürfte, aber erklärt, warum Jeb nicht erwog für das Rennen ums Weiße Haus anzutreten. Einmal ganz davon abgesehen,das der Name “Bush” bis heute mit dem Desaster verbunden wird, das Bruder George W. hinterlassen hat.

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