In der Geschichte vom 21. Juni zeigt die Washington Post facettenreich, wie sich der republikanische Präsidentschafts-Kandidat an der Spitze von “Bain Capital” einen Namen als ”Pionier für die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland” gemacht hat. Foto: Spang

Seit Obama ihn “Outscourcer in Chief” nannte, läuft Romney Sturm gegen eine Story in den Medien.

Seit Barack Obama seinen Herausforderer mit dem wenig schmeichelhaften Titel “Outscourcer in Chief” belegt hat, läuft Team Romney Sturm gegen eine Story in der Washington Post. In der Geschichte vom 21. Juni zeigt das Blatt facettenreich, wie sich der republikanische Präsidentschafts-Kandidat an der Spitze von “Bain Capital” einen Namen als ”Pionier für die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland” gemacht hat.

Die detaillierte Recherche dokumentiert verschiedene Beispiele, die zeigen wie Romney sich ab 1993 intensiv für Firmen stark gemacht hat, die anderen amerikanischen Unternehmen dabei halfen, gut bezahlte Jobs in den USA zu streichen und nach Übersee zu schicken. Allen voran in das kommunistische China. Ein Fakt, der gar nicht so recht zu den Versprechungen Romneys passt, mit Peking künftig Tacheles zu sprechen.

“Wir stehen voll zu unserer Berichterstattung"

Im Vorfeld der Veröffentlichung hatten es Romneys Vertraute abgelehnt, zu den Erkenntnissen der Reporter Stellung zu nehmen. Nach Veröffentlichung der Geschichte drängten die Presseleute des Kandidaten auf einen Termin bei der “Post“. In der Hoffnung, die leitenden Redakteure zu einem Umdenken zu bewegen.

Der Versuch, die Redaktion unter Druck zu setzen, endete in einer Sackgasse. “Wir stehen voll zu unserer Berichterstattung”, erklärte der geschäftsführende Redakteur Marcus Brauchli nach dem Treffen mit Romneys Pressefrau Andrea Saul. Das dürfte Präsident Obama einmal mehr dazu motivieren, Romney einen “Outscourcer-In-Chief” zu nennen und Werbespots zum Thema auszustrahlen.

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