Am 13. und 14. Juli steigt das 5. Sonnendeckfestival auf dem Festplatz in Schwaikheim. Auf der Bühne stehen interessante Musiker aus der Region wie Yonii, Danju, Kwadi oder Everdeen. Der Eintritt ist frei, damit alle Musikliebhaber die Chance haben, das Festival zu besuchen.

Schwaikheim - Am kommenden Wochenende, da wird die Welt wieder eine verkehrte sein. Da wird es die Jugend von der großen Stadt, von der gesamten Region ins beschauliche Schwaikheim ziehen. Etwa 6000 Besucher kamen vor zwei Jahren zum Sonnendeckfestival auf dem Festplatz, „und ich vermute, dass es dieses Mal noch mehr sind“, sagt Ajdin Rizov. Er gehört zu dem Team, welches das kleine, aber feine Musikfestival seit zehn Jahren ehrenamtlich organisiert. Aus den Jugendlichen sind mittlerweile junge Erwachsene geworden, doch das Grundkonzept des Sonnendeckfestivals hat sich nicht verändert: „Weil viele Kinder nie auf ein Festival gehen können werden, bringen wir ein Festival nach Schwaikheim“, sagt Stefan Saltikiotis.

Hohe Qualität, kein Eintritt

Der Eintritt ist kostenfrei – auch wenn es nicht einfach ist, diesen Anspruch umzusetzen. „Zum Glück haben wir loyale Sponsoren. Und wir sind darauf angewiesen, dass möglichst viele Getränke verkauft werden“, sagt Timo Saltikiotis. Wer die Veranstaltung zusätzlich unterstützen möchte, kann T-Shirts oder Festivalbändchen erwerben. Auf der Bühne stehen handverlesene Musiker. „Dieses Mal sind alle aus der Region Stuttgart, ich glaube wir haben wieder eine gute Mischung“, sagt Sarah Kögel. Am Freitag, den 13. Juli, legen von 18 bis 1 Uhr verschiedene DJs auf, geboten wird eine Bandbreite von Reggae über Electro bis Bollywood. Am Samstag, den 14. Juli, beginnt das Festival dann bereits um 12 Uhr und endet ebenfalls um 1 Uhr. Amerikanisch angehauchten Rap gibt es mit Danju, der auch schon mit Cro zusammengearbeitet hat; Kito aus Schwaikheim und Ahou aus Waiblingen liefern deutsch-französischen Hiphop. Soulig wird es mit Kwai, Indierock gibt es mit Everdeen auf die Ohren. Über jede Band wird im Vorfeld leidenschaftlich diskutiert, vor allem ein guter Live-Auftritt ist den Musikliebhabern wichtig. „Und wir wollen auch, dass es menschlich passt, dass die Musiker verstehen, um was es bei dem Festival geht und dass wir nicht hochprofessionell sind“, sagt Timo Saltikiotis.

Rapper Yonii ist der Headliner

Schon ein wenig stolz ist man darauf, dass dieses Jahr Yasin el Harrouk alias Yonii als Headliner auf der Bühne steht. Der Stuttgarter mit marokkanischen Wurzeln ist bisher vor allem als Theater- und Fernsehschauspieler bekannt, tritt seit etwa zwei Jahren aber auch als Rapper auf. Er singt auf deutsch, französisch und arabisch. „Seine Texte und seine Message passen total gut zu uns“, sagt Susanne Saltikiotis, die den Verein für Integration und Nachhilfe (Ina) in Schwaikheim leitet. Vor allem für die Kinder, die dort beispielsweise Hilfe bei den Hausaufgaben bekommen, ist das Festival ein echter Höhepunkt. „Sie freuen sich auch total darauf, dass sie mithelfen dürfen“, sagt Susanne Saltikitios.

Gerade für Familien wurde dieses Jahr das Rahmenprogramm ausgebaut. Es gibt eine Hüpfburg, eine Spielstraße, Tischtennisplatten und vieles mehr. Aus drei sind mittlerweile sieben Essensstände geworden, die Bands werden von Flüchtlingsfamilien bekocht. Vergrößert wurde auch die Security, „aber eigentlich nur präventiv. Das Festival ist immer sehr friedlich“, sagt Stefan Saltikiotis.

Weitere Infos gibt es im Internet.

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