Madelaine Böhme (links), Professorin an der Universität von Tübingen, zeigt Markus Söder (CSU) die Repliken der Fossilien. Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat den Fundort der Fossilien des Menschenaffen „Udo“ besucht. Söder stellte dabei ein Besucherzentrum in Aussicht.

Pforzen - Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kann sich am Fundort des Menschenaffen „Udo“ ein Besucherzentrum vorstellen. „Wichtig ist, dass man jetzt erstmal einen runden Tisch macht. Da müssen sich alle Beteiligten zusammensetzen“, sagte Söder am Donnerstag im bayerischen Pforzen. Mit Landeswissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) besuchte er die Tongrube „Hammerschmiede“, um sich einen Eindruck des Fundorts der bis vor kurzem unbekannten Primatenart Danuvius guggenmosi zu machen. Eine Tübinger Wissenschaftlerin hatte die Überreste gemeinsam mit ihrem Team ausgegraben.

Denkbar ist laut Söder eine 3D-Simulation, um zu sehen, wie sich der Menschenaffe fortbewegte. Sibler sicherte seitens des bayerischen Ministeriums fachliche Unterstützung bei der Ausarbeitung zu. Zur Finanzierung gab es keine Angaben. Zunächst müsse ein Konzept entwickelt werden.

Vergangene Woche hatte eine wissenschaftliche Veröffentlichung über den sogenannten Danuvius guggenmosi international für Aufmerksamkeit gesorgt. Nach Erkenntnissen eines Forschungsteams um Madelaine Böhme von der Universität Tübingen weisen die Funde darauf hin, dass sich der aufrechte Gang in Europa statt in Afrika entwickelt haben könnte - Millionen Jahre früher als bislang angenommen.

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