Glücklich mit ihrem Leben nach der Ski-Karriere: Maria Höfl-Riesch Foto: dpa

Seit dem Ende ihrer aktiven Karriere als Skirennläuferin ist Maria Höfl-Riesch als TV-Expertin tätig. Die Olympiasiegerin hat dabei ihre ganz eigene Meinung zu den Plänen ihrer Ex-Konkurrentin Lindsey Vonn.

Sölden - Die dreimalige Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch glaubt, dass ihre ehemalige Rivalin Lindsey Vonn bei den alpinen Herren besser mithalten könnte als gedacht. „Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass Lindsey so langsam wäre bei den Männern. In Kitzbühel oder Gröden würde sie wahrscheinlich nicht mitfahren, weil sie wüsste, dass sie dort keine Chance hätte. Aber in Lake Louise, wo sie schon sehr viele Rennen mit großem Vorsprung gewonnen hat bei den Damen, da traue ich ihr einiges zu“, sagt Maria Höfl-Riesch im Interview mit unserer Zeitung. „Aber auf jeden Fall würde sie sich nicht blamieren. Wahrscheinlich sind die Männer auch deshalb so angesäuert, weil sie das Wissen“, fügte die ehemalige Rennläuferin aus Bayern noch an. Die Amerikanerin Vonn äußerte zuletzt zum wiederholten Male den Wunsch, die Erlaubnis zu bekommen, bei den Männern mitfahren zu dürfen. Die Funktionäre des Ski-Weltverbandes Fis wollen darüber beraten. Viele Konkurrentinnen sehen das Ansinnen kritisch.

Maria Höfl-Riesch hofft auf Linus Straßer

Im Hinblick auf die deutsche Mannschaft glaubt Maria Höfl-Riesch, dass Linus Straßer am ehesten das Zeug dazu hätte, mal zur Frontfigur des DSV-Teams zu werden, wenn Felix Neureuther seine Karriere einmal beendet. „Linus Straßer ist ein pfiffiges Kerlchen, der sportlich schon hat aufhorchen lassen und großes Talent mitbringt. Felix ist natürlich einzigartig, so einen

guten Typen gibt es nicht oft. Aber Linus könnte durchaus mal eine Leitfigur werden“, sagt Höfl-Riesch, die 2014 ihre Karriere beendete und beim alpinen Weltcup-Auftakt am Samstag und Sonntag in Sölden als Expertin der ARD im Einsatz ist. Höfl-Riesch bereut es nicht, ihre sportliche Laufbahn beendet zu haben. Eine Rückkehr ist kein Thema für die 32-Jährige. „An so etwas denke ich überhaupt nicht. Und in Sölden schon gleich dreimal nicht, denn dort bin ich ja nie so richtig gut gefahren. Aber es macht heute sehr viel Spaß, dabei zu sein und den Skizirkus aus einem anderen Blickwinkel zu verfolgen“, sagt die ehemalige Skirennläuferin aus Garmisch-Partenkirchen.

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