Bild aus früheren Zeiten: Singende Massen bestimmten das Deutsche Chorfest 2016 in Stuttgart. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Wie hoch ist das Infektionsrisiko beim gemeinsamen Singen? Bei der Untersuchung von Atemluft und Speicheltröpfchen kommen Forscher zu unterschiedlichen Ergebnissen.

Stuttgart - Singen macht glücklich. Endorphine, die so genannten Glückshormone, werden bei der körperlichsten aller Musizierarten in besonders hohem Maße freigesetzt. Das Musizieren mit der eigenen Stimme hebt die Stimmung, baut Stress ab, verringert das Burn-Out-Risiko, vermittelt den Sängern einen Bezug zum eigenen Körper, und wer in Gemeinschaft singt, ist umgeben von Wohllaut. Studien der Universitäten Hamburg, Frankfurt/Main und Oxford haben 2013 und 2015 in Speichelproben von Chorsängern nach der Probe erhöhte Werte des auch als Kuschelhormon bekannten Botenstoffs Oxytocin festgestellt, der das Sozialverhalten positiv beeinflusst. Außerdem war die Menge des Immunglobulins A im Speichel erhöht, das die oberen Atemwege vor Infektionen schützt.

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