An Markttagen ist auf dem Sindelfinger Marktplatz ein bisschen etwas los – sonst herrscht eher völlige Flaute. Foto: factum/Jürgen Bach

Bürger und Händler beurteilen die Pläne zum Goldbach-Quartier unterschiedlich.

Sindelfingen - Bei der Rentnerrunde, die sich am unteren Marktplatz zum freitagmorgendlichen Schwatz trifft, ist die Nachricht über die Pläne von Breuninger für Sindelfingen noch nicht angekommen. „Haben wir nichts von gehört“, sagt einer der Herren, die alle aus Thessaloniki stammen und einst als Arbeiter bei Daimler nach Sindelfingen gekommen sind. „Interessiert uns auch nicht besonders“, legt ein anderer nach,

Zwanzig Meter weiter sitzt eine andere Rentnergruppe. Dort ist man über das Vorhaben des Unternehmens, rund um das Breuningerland einen neuen Stadtteil zu schaffen, bestens informiert. „Ich bin begeistert“, sagt Anne-Marie Ziegler, auch sie früher Mitarbeiterin beim großen Autokonzern in der Stadt. Besonders angetan ist sie von den Begrünungsplänen. „Ist doch schön, dass wir dann mal draußen im Park sitzen und Kaffee trinken können“, sagt sie. Eher skeptisch sieht das hingegen Peter Tschanter, auch er ein Mitglied der allmorgendlichen Runde, die sich auf dem Marktplatz auf einen Kaffee trifft. „Wenn das so kommt, ist die Innenstadt vollends platt“, meint er. „Das ist sie doch sowieso schon“, findet Ziegler.

Chance auch für Innenstadt

Keine Konkurrenz zwischen Innenstadt und dem geplanten Goldbach-Quartier im Osten sieht eine junge Mutter, die mit Kinderwagen unterwegs ist. „Ich wohne im Moment in der Innenstadt, würde dann aber gerne ins neue Quartier beim Breuningerland ziehen“, sagt sie. In die Innenstadt würde sie auch weiterhin kommen. „Der Sommerhofenpark, die Altstadt, da würde ich auf jeden Fall weiterhin ab und zu einen Bummel machen.“

Carola Klein, die Inhaberin eines Modegeschäfts am unteren Marktplatz, sieht in den Breuningerplänen gar eine Chance für die Innenstadt. „Wir haben in der Vergangenheit bei den gesamtstädtischen Sonntagsverkäufen sehr gute Erfahrungen gemacht.“ Die Händler in der Innenstadt hätten damals vom Publikumsmagneten Breuningerland in der Oststadt profitiert. Einen ähnlichen Effekt könnte es vielleicht auch geben, wenn der neue Stadtteil um die Breuningerland-Erweiterung stehe, meint Carola Klein. „Allerdings müssen wir Händler in der Innenstadt uns dann überlegen, wie wir auch unsere Läden und das Umfeld attraktiver machen.“ Ihr Laden laufe auch momentan sehr gut – trotz der Konkurrenz des Breuningerlands, betont sie.

Gedanken über den Standort Innenstadt macht sich auch Robert Klotz, der Inhaber eines Sportgeschäfts am Wettbachplatz und Stadtrat der Freien Wähler. „Für Sindelfingen sind die Breuninger-Pläne ein absoluter Gewinn.“ Aber er befürchtet, als Innenstadthändler künftig von den Kunden abgekoppelt zu werden.

Sindelfingen - Bei der Rentnerrunde, die sich am unteren Marktplatz zum freitagmorgendlichen Schwatz trifft, ist die Nachricht über die Pläne von Breuninger für Sindelfingen noch nicht angekommen. „Haben wir nichts von gehört“, sagt einer der Herren, die alle aus Thessaloniki stammen und einst als Arbeiter bei Daimler nach Sindelfingen gekommen sind. „Interessiert uns auch nicht besonders“, legt ein anderer nach,

Zwanzig Meter weiter sitzt eine andere Rentnergruppe. Dort ist man über das Vorhaben des Unternehmens, rund um das Breuningerland einen neuen Stadtteil zu schaffen, bestens informiert. „Ich bin begeistert“, sagt Anne-Marie Ziegler, auch sie früher Mitarbeiterin beim großen Autokonzern in der Stadt. Besonders angetan ist sie von den Begrünungsplänen. „Ist doch schön, dass wir dann mal draußen im Park sitzen und Kaffee trinken können“, sagt sie. Eher skeptisch sieht das hingegen Peter Tschanter, auch er ein Mitglied der allmorgendlichen Runde, die sich auf dem Marktplatz auf einen Kaffee trifft. „Wenn das so kommt, ist die Innenstadt vollends platt“, meint er. „Das ist sie doch sowieso schon“, findet Ziegler.

Chance auch für Innenstadt

Keine Konkurrenz zwischen Innenstadt und dem geplanten Goldbach-Quartier im Osten sieht eine junge Mutter, die mit Kinderwagen unterwegs ist. „Ich wohne im Moment in der Innenstadt, würde dann aber gerne ins neue Quartier beim Breuningerland ziehen“, sagt sie. In die Innenstadt würde sie auch weiterhin kommen. „Der Sommerhofenpark, die Altstadt, da würde ich auf jeden Fall weiterhin ab und zu einen Bummel machen.“

Carola Klein, die Inhaberin eines Modegeschäfts am unteren Marktplatz, sieht in den Breuningerplänen gar eine Chance für die Innenstadt. „Wir haben in der Vergangenheit bei den gesamtstädtischen Sonntagsverkäufen sehr gute Erfahrungen gemacht.“ Die Händler in der Innenstadt hätten damals vom Publikumsmagneten Breuningerland in der Oststadt profitiert. Einen ähnlichen Effekt könnte es vielleicht auch geben, wenn der neue Stadtteil um die Breuningerland-Erweiterung stehe, meint Carola Klein. „Allerdings müssen wir Händler in der Innenstadt uns dann überlegen, wie wir auch unsere Läden und das Umfeld attraktiver machen.“ Ihr Laden laufe auch momentan sehr gut – trotz der Konkurrenz des Breuningerlands, betont sie.

Gedanken über den Standort Innenstadt macht sich auch Robert Klotz, der Inhaber eines Sportgeschäfts am Wettbachplatz und Stadtrat der Freien Wähler. „Für Sindelfingen sind die Breuninger-Pläne ein absoluter Gewinn.“ Aber er befürchtet, als Innenstadthändler künftig von den Kunden abgekoppelt zu werden.

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