Feuerwerkskörper durften vor Silvester in Deutschland diesmal nicht verkauft werden. (Symbolbild) Foto: dpa/Christophe Gateau

Aufgrund der Einschränkungen fand das Silvesterfeuerwerk dieses Jahr in deutlich geringerem Umfang statt als üblich. Auf diese Weise konnten einer Berechnung zufolge 3500 Tonnen Kunststoffmüll gespart werden.

Pforzheim - Das coronabedingt deutlich kleiner ausgefallene Silvesterfeuerwerk hat in Deutschland einer Berechnung zufolge etwa 3500 Tonnen Kunststoffmüll erspart. Das haben Professor Jörg Woidasky von der Hochschule Pforzheim und Bachelorstudent Lukas Deuschle nach Angaben vom Freitag errechnet. „Auch wenn man den diesjährigen Verzicht aus kulturellen Aspekten bedauern mag, so war er für die Umwelt sehr vorteilhaft“, sagte Woidasky demzufolge. Grundlage für die Berechnung seien Sortier- und Werkstoffanalysen von Feuerwerkskörpern, Kundenbefragungen und Zulassungsanalysen gewesen.

Vor Beginn der Corona-Epidemie wurden in Deutschland den Angaben nach jährlich mehr als 130 Millionen Euro für etwa 40 000 Tonnen Feuerwerkskörper ausgegeben. Bei den diskutierten Folgen geht es neben Verletzungen und Lärm in der Regel um Luftverunreinigungen etwa durch Feinstaub. „Die Treib- und Effektsätze der pyrotechnischen Artikel machen davon lediglich etwa ein Drittel aus, der Rest sind feste Abfälle aus Pappe, Papier, Holz, Ton und Kunststoffen“, so Woidasky. Sie würden für Hüllen, Kappen und Verpackungen eingesetzt.

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