Ein Briefmarkenautomat, eine Packstation und ein Briefkasten sind nach dem Umzug der Postfiliale am alten Standort am Sillenbucher Markt geblieben. Foto: Rüdiger Ott

Die Post verspricht Stauraum am neuen Ort. Die Beiräte hatten sich deshalb gesorgt.

Sillenbuch - Die Nachricht hat kurz für Aufregung gesorgt im Sillenbucher Bezirksbeirat: Dieser Tage ist das Schreibwarengeschäft mitsamt der Postagentur umgezogen. Statt wie bisher an der Schemppstraße 85, also direkt am Sillenbucher Markt, können die Kunden ihre Briefe und Päckchen künftig in der Filiale in der Skribo Bürothek an der Kirchheimer Straße 34 aufgeben. Ein Briefmarkenautomat, eine Packstation und ein Briefkasten sind am alten Standort geblieben.

Im neuen Domizil aber, so befürchten es die Sillenbucher Lokalpolitiker, sei viel zu wenig Platz, um die Postfächer unterzubringen, die bisher zum Angebot des Branchenriesen im Bezirk gehört haben. Insbesondere Philipp Kordowich (CDU) und Reinhold Burghoff (SÖS/Linke) verliehen ihrer Sorge Ausdruck, dass die Kunden künftig wegen des fehlenden Stauraums auf ihre Postfächer verzichten müssen.

Tatsächlich bekommen die Kunden, die in Sillenbuch ein Postfach gemietet haben, ihre Sendungen derzeit von den Zustellern geliefert. Dies liegt aber laut dem Post-Sprecher Hugo Gimber beileibe nicht daran, dass die Postfächer abgeschafft wurden. Vielmehr habe das Unternehmen erst eine neue Postfachanlage bestellen müssen, weil die alte für den neuen Standort nicht geeignet sei. „Die neue Anlage ist unterwegs und wird bald installiert“, verspricht Gimber. Voraussichtlich in drei Wochen sollen die Kunden an der Kirchheimer Straße wieder wie gewohnt ihre Postfächer benutzen können, schätzt der Sprecher.

Die Abschaffung der Postfächer habe trotz der Befürchtungen der Räte nie zur Debatte gestanden, sagt Gimber: „Das haben wir schon geklärt. Sonst hätten wir den neuen Standort gar nicht akzeptiert.“

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