Mitte 2013 soll an der Medienhochschule mit einem zweiten Erweiterungsbau begonnen werden. Foto: Symbolfoto/dpa

Provisorischer Pavillon durch Anbau für sieben Millionen Euro ersetzt – Mehr Platz für Hörsäle und Seminarräume.

Stuttgart - An der Hochschule der Medien auf dem Campus Vaihingen wird ein weiteres Gebäude gebaut werden. Aktuell entsteht dort an der Nobelstraße seit Herbst 2011 für 18,5 Millionen Euro ein Neubau für die Fakultät Information und Kommunikation der HdM. Nun soll Mitte 2013 mit einem weiteren Bau begonnen werden.

Dafür soll der Pavillon, ein quadratisches Gebäude beim Parkplatz der HdM, einem Neubau weichen. Die Ministerien für Finanzen und Wirtschaft sowie für Wissenschaft, Forschung und Kunst haben jetzt dem Bauvorhaben der Hochschule zugestimmt. Am 9. August fiel die Entscheidung für den Architekten. Die Finanzierung des sogenannten Erweiterungsbaus Süd von maximal sieben Millionen Euro übernimmt die Hochschule.

Der bestehende Pavillon ist ein Leichtbau, der seit Februar 1990 auf dem Hochschulgelände steht. Untergebracht sind dort ein Fotostudio, Büros und mehrere Hörsäle. Der 600-Quadratmeter-Bau stand zuvor in der Stuttgarter Stadtmitte beim Haus der Wirtschaft und war eigentlich als Provisorium konzipiert.

Seit 2001 hat sich die Studentenzahl verdoppelt

An seiner Stelle wird ein mehrstöckiges, 1600 Quadratmeter umfassendes Gebäude entstehen, das für die didaktische Nutzung konzipiert ist. Hörsäle, Seminarräume, Lernflächen und Kombibüros sind darin vorgesehen.

„Für die HdM ist der Ersatz des Pavillons eine hervorragende Option“, sagt HdM-Rektor Professor Alexander Roos. Er sei baulich und energetisch nicht mehr zumutbar. „Auch verzichten wir auf teure Zwischenlösungen wie etwa die Anmietung von Container-Elementen, um räumliche Engpässe zu überbrücken“, sagt der Rektor und sieht damit seine Hochschule für die Zukunft gut aufgestellt. „Der Hochschulstandort an der Nobelstraße wird gestärkt und aufgewertet“, so Roos.

In den letzten Jahren ist es an der HdM ­enger geworden. Seit 2001 hat sich die Studentenzahl verdoppelt Auch wurde das ­Studienplatzangebot zur Vorbereitung auf den doppelten Abiturjahrgang im Vergleich zum Wintersemester 2007/2008 um 50 Prozent ausgebaut. „Das macht sich inzwischen überall bemerkbar. In den Studios, den Laboren, aber vor allem in den Hörsälen“, sagt Rektor Roos. „Wenn eine Lehrveranstaltung verschoben werden muss, ist es eine Herausforderung, Räume und einen Ersatztermin für das Nachholen der Veranstaltung zu finden.“ Auch in den Büros muss zusammengerückt werden. „2001 haben 84 Professoren an der Hochschule gelehrt, heute sind es 135. Damals waren 89 Mitarbeiter für die Hochschule tätig, inzwischen fast 200“, sagt Roos.

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