SG BBM Bietigheim Bittere Niederlage gegen Mitkonkurrent

Von Peter Wörz 

Jonas Link (re.) von der SG BBM Bietigheim: Niederlage im Bruderduell mit Erlangens Nikolai Link. Foto: Baumann
Jonas Link (re.) von der SG BBM Bietigheim: Niederlage im Bruderduell mit Erlangens Nikolai Link. Foto: Baumann

Bundesligist SG BBM Bietigheim kann im Kampf gegen den Abstieg keine Punkte sammeln. Damit geht auch ein familieninternes Handball-Duell verloren.

Ludwigsburg - Feiert Jonas oder Nicolai Link? Das war die Frage vor dem familieninternen Handball-Duell im Bundesliga-Spiel zwischen der SG BBM Bietigheim und dem HC Erlangen, dem Mitkonkurrenten im Kampf um den Klassenverbleib. Am Ende feierte Erlangen am Donnerstagabend in der Ludwigsburger MHP-Arena – und damit Nicolai. Vor 2162 Zuschauern erzielte der Rückraumspieler (4 Tore) auch noch den mitentscheidenden letzten Treffer zum 26:24(11:9)-Auswärtserfolg – und machte eine bittere Niederlage für die SG BBM perfekt. „Natürlich war das ein sehr emotionales Spiel für mich“, sagte der SG-Spielmacher Jonas Link (2 Tore), der vor seinem Wechsel zur SG im Sommer fünf Jahre mit Bruder Nicolai in Erlangen gespielt hatte.

SG BBM belohnt sich nicht

Nachdem das Team des Trainers Ralf Bader viermal einen Zwei-Tore-Rückstand ausgeglichen hatte, nutzte es bei einer 23:22-Führung (52.) die Chance nicht, um die Partie zu drehen. „Wir haben überragend verteidigt und die richtige Antwort auf die Niederlage in Lemgo gegeben. Es ist traurig, dass sich das Team dafür nicht belohnen konnte“, sagte Bader, der den angeschlagenen Abwehrchef Patrick Rentschler (Leistenzerrung) ersetzen musste. Nach dem 24:24 (57.) war mitentscheidend, dass Patrick Weber, mit fünf Toren neben Christian Schäfer (6/5) bester SG-Werfer, den Ball unbedrängt über das Erlanger Tor jagte und Jan Asmuth ein technischer Fehler unterlief. „Es ist bitter, denn insgesamt haben wir einen super Job gemacht“, sagt Jonas Link.

Torwartwechsel beim HCE mitentscheidend

„Die letzten fünf Minuten waren der Schlüssel für uns“, durfte sich Erlangens Trainer Adalsteinn Eyjolfsson über ein gedrehtes Spiel freuen. Der Isländer bewies in den letzten Minuten mit der Hereinnahme von Gorazd Skof für Nikolas Katsigiannis im Tor und der Abwehrumstellung mit dem Ex-Göppinger Michael Haaß gegen den starken Patrick Weber ein glückliches Händchen.Die nächste Partie bestreitet die SG am 13. Dezember (19 Uhr) in der Porsche-Arena beim TVB Stuttgart.

Lesen Sie jetzt