Sebastian Vettel bei einer Pressekonferenz beim letztjährigen Grand Prix von Aserbaidschan. Foto: dpa/Sergei Grits

Aus und vorbei: Sebastian Vettels Versuch, mit Ferrari Weltmeister zu werden ist gescheitert. Die Wege des Deutschen und der Scuderia trennen sich. Und den roten Overall wird ein anderer tragen. Eine Stilkritik.

Stuttgart - Der Traum vieler Jungs und einiger Mädchen sieht ungefähr so aus: Einmal im Leben in einen Formel-1-Rennwagen zu steigen, und zwar in voller Montur. Einmal im Leben in einem der schnellsten Autos der Welt zu sitzen: in einem roten Ferrari des berühmtesten Rennstalls, der Scuderia.

Seit 2015 ging die Scuderia in der Formel 1 mit dem Deutschen Sebastian Vettel, dem Weltmeister der Jahre 2010 bis 2013, an den Start. Dieser Tage wurde bekannt, dass Vettel und Ferrari nicht mehr miteinander können und wollen, wohl auch wegen der enttäuschten Hoffnungen, welche die Italiener in den 32-Jährigen gesetzt hatten. Vettel holte für Ferrari zweimal den undankbaren Titel des Vizeweltmeisters, mehr nicht.

Die letzte Fahrt

Dereinst rasten die Piloten mit Lederhaube und Fliegerbrille zum Sieg oder in den Tod. Am Körper trugen sie nicht viel mehr als einen ölverschmierten Baumwolloverall. Der heutige Ganzkörperanzug für die Rennfahrer ist mehrschichtig aus feuerfester Baumwolle gefertigt – und ziemlich körperbetont, also elegant, denn Formel-1-Piloten mit Plauze gibt es nicht. So ein Anzug mit den beflockten Logos der Sponsoren kostet gut 2000 Euro, doch für Fans des Motorsports ist ein Weltmeisterornat von Ferrari von unschätzbarem Wert. Letztes Jahr wurde der legendäre Formel-1-Star und Weltmeister für die Scuderia Niki Lauda in seinem Ferrari-Rennoverall beerdigt.

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