Auch in Stuttgart gab es Protest gegen die Corona-Regeln. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Rund 750 Menschen haben am Schweigemarsch zum Erhalt der Demokratie in Stuttgart teilgenommen. Die Polizei setzt auf Kommunikation.

Stuttgart - Wir müssen reden!“ Grün auf weiß prangte die Aufforderung auf dem Banner, das dem „Schweigemarsch für den Erhalt der Demokratie“ vorausgetragen wurde. Eine Privatperson aus Schwäbisch Gmünd hatte dazu für Sonntag aufgerufen, die so genannten „Querdenker“-Bewegung hatte für die Demo geworben, bundesweit sollte es 17 derartige Demos geben. In Stuttgart folgten dem Aufruf rund 750 Menschen.

In der Regel wurde der Abstand eingehalten

Das Ordnungsamt hatte die Teilnehmerzahl für den Marsch gegen die Corona-Politik auf 500 begrenzt. Daher ging die Demo in zwei Gruppen – die zweite galt als Spontanversammlung – in Vierer-Reihen vom Oberen Schlossgarten am Neuen Schloss vorbei zur Abschlusskundgebung zurück in den Schlossgarten. Dort war die Abschlusskundgebung. Für 250 Personen endete der Schweigemarsch auf dem Karlsplatz. Fast alle Teilnehmenden verzichteten auf Flaggen, Banner, Symbole oder mit Parolen bestückte Kleidung. Aber nicht alle. Auf einem Schild war unter anderem „Demokratie statt Diktatur“ zu lesen, und dass Impfen ein Menschenversuch sei. Die Bundesregierung hat erklärt, dass die Corona-Schutzimpfung nicht verpflichtend sein werde.

Insgesamt ging es friedlich zu, wie Ralf Perrey, stellvertretenden Leiter des Polizeireviers Wolframstraße, bestätigte. Zwar trugen einige der Marschierenden bewusst keine Maske, aber in der Regel sei der dann nötige 1,5-Meter-Abstand eingehalten worden. „Wir haben viel auf Kommunikation gesetzt“, so Perrey. Neun Mitarbeitende des Anti-Konflikt-Teams waren im Einsatz, dazu weitere Polizeikräfte. Ein Bild machte sich Albrecht Stadler, der im Ordnungsamt die Sicherheitsabteilung leitet. „Wir hatten mit der Veranstalterin bisher keine Probleme“, sagte er.

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