Ab kommendem Monat wird im Schwanenplatztunnel geblitzt. Foto: Andreas Rosar

Die Geschwindigkeitsüberwachungsanlage im Schwanenplatztunnel wird im Dezember scharf gestellt. Installiert worden war sie bereits im Frühjahr.

Bad Cannstatt - Nun hat es doch etwas länger gedauert. Von Dezember an aber müssen Autofahrerinnen und Autofahrer auch im Schwanenplatztunnel darauf gefasst sein, geblitzt zu werden – sofern das vorgeschriebene Tempo 50 überschritten wird. „Die derzeitige Planung sieht vor, die restlichen Arbeiten an der Geschwindigkeitsüberwachungsanlage im Schwanenplatztunnel Anfang Dezember durchzuführen. Danach folgt die Konformitätsbewertung durch das Eichamt“, beschreibt Stadtsprecher Niklas Junkermann den aktuellen Sachstand. „Die Anlage kann somit voraussichtlich im Dezember in Betrieb genommen werden.“

 

Vor allem nachts wird Gas gegeben

Im Frühjahr war die Anlage installiert worden. Allein schon die Präsenz hat dafür gesorgt, dass die Verkehrsteilnehmer vorsichtiger und langsamer fuhren. Denn im Tunnel wird gern aufs Gaspedal gedrückt. Vor allem nachts wird die Geschwindigkeitsobergrenze weit überschritten. Bei vor Ort durchgeführten Kontrollen wurden beispielsweise Anfang März innerhalb einer Stunde zehn Überschreitungen registriert. Rekordhalter war dabei ein Verkehrsteilnehmer, der mit Tempo 103 im Tunnel unterwegs war. Doppelt so schnell als erlaubt. Deshalb werden schon seit Jahren verstärkte Tempokontrollen gefordert.

Um dauerhaft ein Einhalten der vorgeschriebenen Geschwindigkeit zu erreichen, wurden stationäre Blitzanlagen für beide Richtungen angebracht. Verzögerungen bei den Arbeiten für die Tunnelsanierung im Rahmen der Großbaustelle Leuzeknoten/ B10/B14-Verbindung sorgten auch bei den Blitzern für Verzug. Jetzt ist es soweit, geht es an den Endspurt. Nach der Freigabe durch das Eichamt sind die Blitzer im Dezember scharf. Die Verkehrsteilnehmer werden über den genauen Termin informiert. Die Stadtverwaltung gibt rechtzeitig Bescheid.

Stadtverwaltung informiert rechtzeitig

Die Stadt hat in jüngster Vergangenheit an den allseits bekannten Rennstrecken nach und nach Tempoüberwachungsanlagen installiert. So wurden beispielsweise in der Neckartalstraße in Münster die alten Anlagen durch neue ersetzt. Dort wurden 2020 mehr als 1000 AutofahrerInnen geblitzt.