Langes Warten auf solche Kabel: Der Glasfaserausbau in drei Esslinger Kreiskommunen ist ins Stocken geraten. Foto: dpa//Matthias Rietschel

7500 Haushalte und Firmen in Aichtal, Schlaitdorf und Neckartailfingen (Kreis Esslingen) warten seit Langem auf den Anschluss – vergeblich. Wie wird es weitergehen?

Die Enttäuschung in den Gemeinden Aichtal, Schlaitdorf und Neckartailfingen ist groß: Der vor knapp einem Jahr angekündigte, nahezu flächendeckende Glasfaserausbau in den drei Esslinger Kreiskommunen lässt weiter auf sich warten. Insgesamt sollen 7500 private Haushalte und Unternehmen einen Anschluss an das schnelle Datennetz erhalten.

 

Die Vermarktungsphase war nach Angaben der GVG Glasfaser und dem Telekommunikationsunternehmen Deutschen Giga Access (DGA) sehr erfolgreich, die für den eigenwirtschaftlichen Ausbau erforderliche Quote sei weit übertroffen worden, hieß es noch im vergangenen April. Seitdem aber habe es keinerlei Fortschritte gegeben, beklagen die drei Bürgermeister in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Nach wiederholten Verzögerungen und ausbleibender Kommunikation stellen sie nun die Kooperation mit den beiden Firmen infrage.

Der ursprünglich für September geplante Baubeginn wurde mehrfach verschoben, ohne dass konkrete neue Termine genannt wurden. Und trotz einer Zusage der Unternehmen, bis Ende Dezember eine Entscheidung zu treffen, seien alle weiteren Anfragen unbeantwortet geblieben, heißt es seitens der Kommunen. Dabei habe man vor einem Jahr eine enge und konstruktive Zusammenarbeit vereinbart. Doch diese „kam leider nie zustande“, bedauert der Schlaitdorfer Bürgermeister Sascha Richter. „Die Gründe für die schlechte Zusammenarbeit liegen nicht bei den Gemeinden“, betont Wolfgang Gogel, sein Kollege aus Neckartailfingen. Sie hätten sich wiederholt bemüht, die Kommunikation und Koordination mit den beiden Firmen aufrechtzuerhalten.

Die Gemeinderäte der drei Kommunen werden sich deshalb in den nächsten Sitzungen mit der weiteren Vorgehensweise beschäftigen müssen. Der Aichtaler Bürgermeister Sebastian Kurz betont: „Wir sind entschlossen, den Glasfaserausbau voranzutreiben und sind bereits auf der Suche nach alternativen Lösungen, um unsere Bürger nicht im Stich zu lassen.“