Der Stuttgarter Schlossplatz wird zu einem echten Feuchtgebiet. Foto: Marcel Bürkle

Quasi mit allen Wassern gewaschen wird der Stuttgarter Schlossplatz. Nicht nur durch Güsse von oben, sondern auch durch Sprenger von unten. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Stuttgart - Ertappt! Mit allen Wassern gewaschen wurde am Mittwochabend der Stuttgarter Schlossplatz. Gegen 23 Uhr hatte der Himmel seine Schleusen geöffnet und es gut gemeint mit dem öffentlichen Grün. Doch genug ist eben nicht immer genug. Denn auch die von den Parkpflegern der Wilhelma betreuten Wassersprenger sprengten, was die Leitung hergab, wie Leser Marcel Bürkle im Foto festhielt. Ein Wasserfrevel mitten in der grün regierten Landeshauptstadt? Nein, Absicht, versichert die Wilhelma.

Wilhelma verzichtet nicht auf Bewässerung

Ein erster Regenguss nach einer längeren Trockenphase könne den fehlenden Niederschlag allein nicht ersetzen. Erst wenn die Wetterfrösche mehrere Tage Dauerregen ankündigen, könne auf die kontinuierliche Bewässerung verzichtet werden. Erst dann drehen die Parkpfleger den Hahn wieder zu. Vermutungen des Sprechers der Stadt Stuttgart, die Wilhelma gieße hier Wasser in den Wein der nahen Weindorfbesucher, ließen sich allerdings nicht erhärten. Beim Viertele wäre es ohnehin egal, ob das Wasser von oben oder von unten kommt. Wer kein Schorle will, muss so oder so Obacht geben. Es sei denn, es würde der Wilhelma gelingen, die Leitungen statt mit Wasser mit Trollinger oder Lemberger zu befüllen. Das ist aber eher unwahrscheinlich.

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