Sonne pur beim Schlosserlebnistag. Da lässt es sich auf der Wiese vor dem Schloss Solitude gut aushalten. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Der Schlosserlebnistag führte einige Besucher auf die Burgen des Landes. Bei den Führungen ging es um horizontal angebauten Wein und eine Straße, die nur der Adel nutzen durfte.

Stuttgart - Rund um das Schloss Solitude sind Stände aufgebaut, an denen es Schmuck, Hüte, Taschen und kleine Kunstwerke zu kaufen gibt. Einige Menschen sitzen auf der großen Wiese vor dem Schloss und genießen den Ausblick auf die Stadt. Von dort aus sieht man die Bergheimer Steige und die Solitudestraße, die kerzengerade vom Schloss weg und zum Schloss in Ludwigsburg führen. Als der Herzog Carl Eugen noch im Schloss residierte, war es nur ihm und anderen Adligen erlaubt, diese Straße zu nutzen, erklärt Teresa Karbiener während des Schlosserlebnistags bei der Führung im und um das Schloss Solitüde.

Kinder-Rallye in der Grabkapelle

Im Inneren des Gebäudes tun sich große Räume auf, die bis in kleine Details verziert sind. Der Musikraum wirkt bereits beim Betreten durch seine zahlreichen Spiegelwände und goldenen Verzierungen imposant. Aber als Karbiener dann noch auf ein Detail hinweist, merkt man der Gruppe Erstaunen an: Über den hohen Glastüren sind goldene Trompeten und Geigen an die Wand gemalt. Daran erkenne man, dass es der Musiksaal ist, sagt Karbiener.

Der Schlosserlebnistag war am Sonntag nicht nur auf Schloss Solitude, sondern auch an zahlreichen anderen Burgen, Schlössern und Gärten des Landes. Die Grabkapelle auf dem Württemberg hat eine Kinder-Rallye angeboten. Die jungen Besucher konnten so selbstständig das Gelände rund um die Kapelle erkunden. Wer mit einem richtig ausgefüllten Fragebogen zurückkam, wurde mit Gummi­bärchen belohnt.

Der Blick auf die Weinreben

Für die Erwachsenen gab es auch in der Grabkapelle stündlich Führungen. Der Themenschwerpunkt lag dabei auf dem Wein, denn der Schlosserlebnistag trug in diesem Jahr den Titel „Schloss und Wein“. Zur Grabkapelle passt der Titel gut, denn von dort aus kann man auf zahlreiche Weinberge hinabblicken. Klaus-Peter Glass hat Interessierte über die Geschichte des württembergischen Weins aufgeklärt. Früher sei der Wein horizontal angebaut worden, sagt Glass. Auch heute kann man von der Kapelle aus noch auf ein Stück horizontal angebaute Weintrauben hinuntersehen.

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