Die Ermittler fanden bei den Verdächtigen mehrere Kilogramm Drogen. (Symbolbild) Foto: dpa/Matthias Balk

In Stuttgart nimmt die Polizei fünf mutmaßliche Drogendealer fest. Sie sollen die Drogenszene in der Stadt versorgt haben. Der filmreife Polizeieinsatz verläuft in mehreren Akten.

Stuttgart - Die Polizei hat am Montag in Stuttgart fünf mutmaßliche Drogendealer festgenommen. Den Männern im Alter von 18 bis 43 Jahren wird nach Angaben der Polizei vorgeworfen, die Stuttgarter Drogenszene in den vergangenen Monaten mit Marihuana versorgt zu haben. Der groß angelegte Polizeieinsatz führte die Ermittler nach „umfangreichen kriminalpolizeilichen Ermittlungen“ zu zwei 18 und 26 Jahre alten Halbbrüdern im Stuttgarter Süden.

Vor deren Wohnung observierten die Beamten am Montag einen 27-jährigen Autofahrer, der in seinem Kofferraum nicht nur eine Plastiktasche liegen, sondern auch einen 43-jährigen Mann sitzen hatte. Die Tasche nahm der 27-Jährige laut Polizei aus seinem Wagen und brachte sie in die Wohnung der verdächtigten Halbbrüder. Der 43-Jährige stieg aus dem Kofferraum und fuhr mit dem Auto weiter. Die Beamten kontrollierten ihn am Wagenburgtunnel und fanden mehrere Hundert Gramm Marihuanablüten in dem Wagen.

15 Kilogramm Marihuana entdeckt

Der 27-Jährige war in der Zwischenzeit zu einem 30-Jährigen ins Auto gestiegen. Als er wieder ausstieg, nahmen ihn die Beamten fest. In einer Umhängetasche trug er eine scharfe und geladene, großkalibrige Schusswaffe mit sich.

Bei einer anschließenden, richterlich angeordneten Durchsuchung der Wohnung der Halbbrüder, wurden diese ebenfalls festgenommen, teilte die Polizei mit. Die Ermittler fanden die Plastiktüte des 27-Jährigen in einem zugehörigen Kellerraum. Ihr Inhalt: Mehr als 15 Kilogramm Marihuanablüten, mehrere Gramm Amphetamin und mutmaßliches Dopingmittel.

Gegen den 26-Jährigen, den 27-Jährigen und den 43-Jährigen erließ und vollzog ein Richter Haftbefehle. Die 18 und 30 Jahre alten Tatverdächtigen wurden freigelassen.

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