Manfred Brunner weiß, wie schwer es ist, an der Gleisüberquerung in Kaltental um die Kurve zu kommen. Foto: Katrin Maier-Sohn

Entlang der Stadtbahngleise zwischen Stuttgart-Süd und Kaltental geht es ziemlich eng zu. Vor allem die Anwohner der Polizeisiedlung bekommen das zu spüren und wünschen sich, mehr Aufmerksamkeit von Seiten der Stadt.

Kaltental - Der Streit um die Baugegebenheiten an der Polizeisiedlung weisen mittlerweile eine lange Geschichte auf. „Ich habe einen ganzen Ordner zum Thema zuhause“, sagt der Anwohner Manfred Brunner. Seit 1983 kämpft er für ein besseres Wohnklima entlang der Böblinger Straße. Den großen Wunsch, dass die Stadtbahngleise zwischen Stuttgart-Süd und Kaltental komplett in Richtung Wald verschoben werden, haben Brunner und seine Mitstreiter bereits aufgegeben.

Allerdings hat sich die Stadt nach langem Kampf dazu bereit erklärt, einen neuen Zaun zwischen den Wohnhäusern und den Stadtbahngleisen anzubringen. Die Baufirma ist bereits beauftragt. Wann genau die Arbeiten beginnen, steht noch nicht fest. Der Zaun soll die Sicherheit der Bewohner, insbesondere die der Kinder, erhöhen. Durchgängig kann der Zaun aber nicht errichtet werden, da sonst zu wenig Platz zum Ausparken der Autos bleibt. „Die Straße zwischen Gleis und Häusern ist so schmal, dass wir mehrmals justieren müssen, bis wir aus unseren Einfahrten herausfahren können“, sagt Brunner.

Rettungswagen musste abbremsen

Nicht nur das Ausparken fällt schwer, auch das Abbiegen von der Straße über die Schienen in die enge Nebenstraße ist gar nicht so einfach. Deutlich wurde Brunner dies, als die Schwiegermutter ins Krankenhaus gebracht werden musste und der Rettungswagen nur mühsam um die Kurve kam. „Bei Rettungsfahrten zählt doch jede Minute“, zeigt er sich empört. Bereits vor drei oder vier Jahren sei ein Rettungswagen nicht um die Kurve gekommen und habe sogar einen der Ampelmasten umgerissen. Sein Wunsch: „Wenn der neue Zaun gebaut wird, sollen doch bitte auch die Ampelmasten versetzt werden.“

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