Vanessa Redgrave mit Sohn Carlo Nero zu Besuch in Wimbledon. Foto: PA Wire

Kleider machen Leute. Oder auch nicht. Um das herauszufinden, unterziehen wir den Kleidungsstil bekannter Persönlichkeiten einem Stilcheck. Heute: Vanessa Redgrave.

Stuttgart - „Die ideale Frau gibt es ebenso wenig wie den idealen Mann, bloß ein bisschen öfter.“ Der kesse Spruch stammt von der englischen Schauspielerin Vanessa Redgrave. Sie wurde von den Kritikern gefeiert, spielte in wunderbaren Filmen wie „Blow up“ unter der Regie von Michelangelo Antonioni mit, ist Mitglied der berühmten Royal Shakespeare Company, gewann einen Oscar und viele andere Preise, engagiert sich politisch – und ist, nebenbei bemerkt, eine Schönheit. Heute mehr denn je.

Unkompliziert und kämpferisch

Vanessa Redgrave besucht das Tennisturnier von Wimbledon, ist in Begleitung ihres Sohnes Carlo Nero. Die 81-Jährige widerlegt mit ihrem Auftreten alle gängigen Altersklischees. Sie trägt flache Ledersandalen zu einem leichten, luftigen Sommeranzug, dazu ein einfach geschnittenes Oberteil. Die Stoffe fließen, alles ist in cremigem Weiß gehalten, dem Anlass angemessen. In Wimbledon sind Farben ein Affront. Die elegante Lässigkeit der Redgrave korrespondiert mit der unkomplizierten Frisur: Die kämpferische Sozialistin und „Mutter Courage“, wie sie einmal tituliert wurde, hat das ergraute Haar nach hinten gekämmt und zu einem Zopf geknotet. Fertig ist die ideale Frau, die es eigentlich gar nicht gibt.

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