Schafhaus in Stuttgart-Mühlausen Noch immer gibt es offene Fragen

Von Iris Frey 

Auf dieser Fläche  ist Wohnungsbau geplant. Die Anwohner fordern zur Entlastung eine Umgehungsstraße. Foto: Iris Frey
Auf dieser Fläche ist Wohnungsbau geplant. Die Anwohner fordern zur Entlastung eine Umgehungsstraße. Foto: Iris Frey

Bevor das Schafhaus zum Baugebiet wird, will die Stadt einen Verkehrsstrukturplan erstellen. Mit den Arbeiten dafür kann aber erst nach der Sommerpause begonnen werden, heißt es im Stuttgarter Rathaus.

Mühlhausen - Seit Jahrzehnten gibt es in Mühlhausen Baupläne für das Schafhaus-Gebiet. Dort sollen nach den Vorstellungen der Stadt rund 250 Wohnungen gebaut werden. Noch gibt es keine Lösung und damit keinen rechtsgültigen Bebauungsplan. Denn: Bewohner fordern als Bedingung für den Wohnungsbau und den damit verbundenen Mehrverkehr in das Gebiet eine Umfahrung. Immer wieder wurden dazu von der Verwaltung Pläne vorgelegt, die der Gemeinderat, respektive seine Ausschüsse ablehnten. Zuletzt waren im vergangenen Jahr Umfahrungspläne vorgelegt worden, die keine Zustimmung im Technikausschuss fanden. In Mühlhausen selbst ist deshalb immer noch offen, wie es mit dem Baugebiet Schafhaus weitergeht.

Erwin Grimme, persönlicher Referent von Baubürgermeister Peter Pätzold, erklärt zum aktuellen Stand, dass für die Erschließung des Schafhauses eine Gesamtbetrachtung durch einen Verkehrsstrukturplan für Mühlhausen notwendig sei. Dieser werde von der Abteilung Verkehrsplanung bearbeitet. „Aus Kapazitätsgründen können sich die Kollegen dort aber erst nach der Sommerpause mit dem Strukturplan auseinandersetzen, räumt Grimme ein. Im Bezirksbeirat Mühlhausen war kürzlich erstmals über den Verkehrsstrukturplan für Mühlhausen gesprochen worden.

Zuletzt hatte Stuttgarts Baubürgermeister im Januar dem Bund der Selbstständigen (BdS) in Mühlhausen geschrieben und auf die Anregungen von Philipp Degen zum Baugebiet Schafhaus geantwortet. Pätzold verwies in dem Schreiben einmal mehr darauf, dass die Erschließung des Baugebiets die zentrale Frage sei, die es zu klären gelte. Die Stadt versuche, „ eine gute, einvernehmliche Lösung“ zu finden. Zudem erklärte Pätzold, es werde geprüft, ob die Friedhofserweiterungsfläche noch benötigt werde. Solange hier kein Ergebnis vorliege, könne über mögliche Erweiterungen keine Aussage gemacht werden.

Ansiedlung von Gewerbe angeregt

Der BdS Mühlhausen hatte vorgeschlagen, dass eine Ansiedlung von Industrie im unteren Bereich zwischen Aldinger Straße und Calendula Kräutergarten überlegt werden soll. Bedarf nach Flächen für Industrie und Handwerk gebe es in Stadtbezirk, wie eine Umfrage des örtlichen BdS ergeben hatte. Der Baubürgermeister äußerte sich zu diesem Vorschlag in dem Antwortschreiben nicht.

Auch was das Baugebiet der Mittleren Wohlfahrt im Stadtteil Hofen anbelangt, gibt es derzeit wenig Neues. Eine öffentliche Auslegung des seit langem diskutierten Bebauungsplans hat noch nicht stattgefunden. Im Mai sollte eine Begutachtung der Eidechsenpopulation erfolgen. Wie Arnold Maiwald vom Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung berichtet, wird das Artenschutzgutachten gerade beauftragt, dieses erwartet die Verwaltung noch in diesem Jahr. Mit einem Auslegungsbeschluss sei indes nicht vor Anfang 2019 zu rechnen, so Maiwald. Denn zuvor müssten Ausgleichsflächen gefunden werden. Und da rechnet er nicht mit einem raschen Ergebnis.

Redaktion Mühlhausen

Ansprechpartner
Georg Linsenmann
muehlhausen@stz.zgs.de

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