„Schalke ist kein Schlachthof – gegen die Zerlegung unseres Vereins“ Foto: dpa/Fabian Strauch

Den letzten Bundesligaspieltag nutzten zahlreiche Schalke-Fans, um sich Luft zu machen. Hauptziel der Proteste rund um die Veltins-Arena war Fleisch-Unternehmer Clemens Tönnies.

Gelsenkirchen - Rund 1000 Anhänger des FC Schalke 04 haben am Samstag rund um die Veltins-Arena gegen den Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies und den Vereinsvorstand demonstriert. Zeitgleich zum letzten Bundesliga-Saisonspiels des Teams von Trainer David Wagner beim SC Freiburg am Nachmittag bildeten die Fans unter Einhaltung der Hygienevorschriften eine Menschenkette am Vereinsgelände Berger Feld.

Die Demonstration unter dem Motto „Schalke ist kein Schlachthof – gegen die Zerlegung unseres Vereins“ war zuvor unter Auflagen genehmigt worden. Bis zu 2000 Menschen waren zugelassen. Nach Angaben von Organisator Stefan Barta kamen etwa 1200 Fans, laut Gelsenkirchener Polizei „deutlich weniger“. Alles blieb friedlich.

Tönnies ist Hauptziel der Proteste

„Als Schalker musste man sich in letzter Zeit schämen. Das hat mit Kumpel- und Malocherclub nichts mehr zu tun. Wir erwarten aber, dass die Vereinsführung unser Leitbild lebt“, kritisierte Mitorganisatorin Katharina Strohmeyer am Samstag.

An mehreren Stellen hatten die Schalke-Fans ihre Botschaften auf Bannern platziert. „Unser Vorstand - ein sozialer und moralischer Flop!“, monierten sie. „Der größte Bulldozer hilft nicht mehr! Tö̈nnies raus!“, lautete eine Forderung an anderer Stelle.

Fleisch-Unternehmer Tönnies ist das Hauptziel der Proteste. Seit Tagen sorgen die massenhaften Corona-Infektionen in seinem Großbetrieb in Rheda-Wiedenbrück sowie die Unterbringung und Bezahlung der Werksarbeiter für negative Schlagzeilen.

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