Royaler Rechtsstreit Ein Niederländer will endlich Prinz sein

Von red/dpa 

Der niederländische König Willem-Alexander, Prinzessin Beatrix and Königin Maxima 2013 Foto: dpa
Der niederländische König Willem-Alexander, Prinzessin Beatrix and Königin Maxima 2013 Foto: dpa

Hugo Klynstra ist der uneheliche Sohn des niederländischen Prinzen Carlos. Der 21-Jährige will einen royalen Namen führen und klagt gegen das Königshaus, das sich dagegen wehrt.

Amsterdam - Die Niederlande werden aller Voraussicht nach bald um einen Prinzen reicher sein. Der Staatsrat des Landes, ein Beratungsgremium unter der offiziellen Leitung von König Willem Alexander, wird am Montag endgültig über einen royalen Namensstreit entscheiden. Dabei geht es um eine Klage von Hugo Klynstra (21), einem unehelichen Sohn des niederländischen Prinzen Carlos (47). Klynstra hat bisher schon in allen juristischen Instanzen Erfolg mit dem Verlangen gehabt, den Namen seines Vaters tragen zu dürfen.

Einem Bericht der niederländischen Nachrichtenagentur ANP vom Samstag zufolge wird der Staatsrat in seiner Eigenschaft als höchstes Verwaltungsgericht des Landes am Montag unter Ausschluss der Öffentlichkeit über den Namensstreit beraten. Das Urteil solle aber öffentlich gesprochen werden.

Klynstra ist aus einer unehelichen Beziehung zwischen Prinz Carlos und der elf Jahre älteren Brigitte Klynstra hervorgegangen. Carlos, ein Enkel der 2004 gestorbenen Königin Juliana, hat die Vaterschaft nie bestritten. Er hat sich aber stets gegen den Wunsch des Kindes gewehrt, seinen Namen tragen zu dürfen. Klynstra will künftig Prinz Carlos Hugo Roderik Sybren von Bourbon Parma heißen. Sollte der Staatsrat dies erlauben, so würde dies aber keine Rechte innerhalb der niederländischen Dynastie mit sich bringen.

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