RKI-Präsident Lothar Wieler berichtet über Rückmeldungen der Menschen. Foto: dpa/Tobias Schwarz

Inzwischen arbeiteten fast 400 Mitarbeiter des Robert Koch-Instituts im Kampf gegen das Coronavirus. Für ihre Arbeit bekommen sie Dank zu spüren – aber auch Wut.

Berlin - Das Robert Koch-Institut (RKI) erhält für seine Arbeit neben viele positiven Reaktionen auch Hassmails. „Die meisten Rückmeldungen sind positiv. Wir erhalten Dankschreiben, Briefe von Enkeln und ihren Großeltern, kleine Geschenke... das freut und ermutigt uns“, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Freitag im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Berlin.

„Aber leider gehört die lautstarke Minderheit ebenso zum Alltag, von schweren Beleidigungen bis zu Bedrohungen.“ Für die Mitarbeiterinnen der Pressestelle sei das psychisch eine große Herausforderung. „Sie müssen am Telefon, in Emails oder den Sozialen Medien damit umgehen. Ich habe große Achtung vor ihnen“, sagte Wieler.

Inzwischen arbeiteten fast 400 Mitarbeiter des RKIs im Kampf gegen das Virus. „Die Arbeitsbelastung ist extrem hoch und sie wird sicher in der kalten Jahreszeit nicht weniger“. Das RKI stehe weltweit in ständigem Austausch, von den USA bis nach Japan. „Die Pandemie kann nur international bewältigt werden“, sagte Wieler. „Wir haben Mitarbeiter aus 70 Ländern im Haus und sind in mehr als 60 Ländern tätig: beratend, in Schulungen, mit Tools, wir verschicken Diagnostik-Kits und vieles mehr.“

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