Mit dem extra eingerichteten Shuttlebus kommen die Besucher auch an den Skulpturen von David Klopp vorbei. Foto: Gottfried Stoppel

Winterbach gehört zu den kleineren Gemeinden, die an der Gartenschau teilnehmen – doch dank Ehrenamtlichen und Vereinen stellt der Ort ein dickes Programm auf die Beine.

Winterbach - Eigentlich ist Winterbach ein relativ kleiner Flecken an der Rems. Mit gerade mal 7600 Einwohnern zählt die Gemeinde zu den kleineren Kommunen, die bei der Remstal-Gartenschau mit von der Partie sind. Doch wer den Prospekt zur Highlight-Woche von Winterbach in die Hand nimmt, kommt aus dem Staunen kaum heraus.

Denn dieser kleine Ort hat von Montag, 1. Juli, bis Freitag, 7. Juli, richtig viel auf die Beine gestellt. „Wir haben das Programm gemeinsam mit vielen Ehrenamtlichen und den Vereinen organisiert“, sagt Michael Haberkorn. Er ist in Winterbach für die Koordination des Remstal-Gartenschau zuständig. Vieles sei aus der Bürgerbeteiligung entstanden, die im Vorfeld lief. „Da kamen viele Vorschläge, aus denen wir Arbeitsgemeinschaften gebildet haben“, so Haberkorn. Und die konkret umgesetzt wurden.

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So sind zum Beispiel die After-Work-Treffen am Gleisdorfer Platz entstanden. Dort, an dem zur Gartenschau neu angelegten Platz zwischen der Bachstraße und der Struwebrücke, wird es Montag bis Donnerstag Programm, Musik, Show und Bewirtung geben. Gestemmt wird das alles mit Kräften aus dem Ort: Für die Speisen sorgen Vereine, für den Wein ein lokaler Weinhändler, nur für die Aufführungen sind auch Kräfte von außerhalb, wie die Jugendmusikschule aus Schorndorf oder die international aufgestellte The Takanaka Club Band aus dem Taunus, dabei.

„Das Engagement in Winterbach ist extrem groß“, sagt Haberkorn – und das nicht nur, seit die Gartenschau das Remstal im Griff hat. Jedes Jahr stellen die Vereine gemeinsam mit der Gemeinde das Brunnenfest auf die Beine. Beim Zeltspektakel sind mehr als 1000 Ehrenamtliche im Einsatz. Und zur Gartenschau haben die Bürger viele Mitmach-Projekte angestoßen, die bereits großen Anklang finden. Auch beim Heimatabend am Freitag, 5. Juli, sind rund 200 Mitwirkende am Start.

Beim Brunnenfest XXL wartet die „Family-Meile“

Und am Wochenende steigt das Brunnenfest XXL. Am 6. Juli und 7. Juli feiert Winterbach sein bekanntes Fest im Großformat. „Die Bürger haben vorgeschlagen, mal etwas anderes auszuprobieren“, sagt Haberkorn. So gibt es nun zusätzlich eine Family-Meile mit Angeboten für Kinder und Jugendliche und dazu noch ein Straßenkunstfestival mit regionalen und internationalen Künstlern.

„Winterbach ist generell sehr lebendig“, sagt auch der Hauptamtsleiter Matthias Kolb dazu. Und: „Wir sind sehr dankbar, so eine umtriebige Truppe zu haben.“ Das kann Bürgermeister Sven Müller sicher auch unterschreiben. Doch auch die Gemeindeverwaltung selbst, so der Bürgermeister, will den großen Kreisstädten in nichts nachstehen und in der Highlight-Woche den Ort bestmöglich darstellen. „Winterbach bietet viel“, betont Müller.

Die Gemeinde hat einen Shuttlebus eingerichtet

Das können die Besucher kommende Woche recht leicht für sich entdecken. Denn die Gemeinde hat als Service drei Parkplätze im Norden und im Osten ausgewiesen. Von dort aus verkehrt ein kostenloser Shuttlebus im Rundkurs, der die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Ort verbindet. So kommen Besucher nicht nur am Gleisdorfer Platz, am Mitmach-Garten oder bei der Remsrenaturierung vorbei oder können sich zum Einstiegspunkt für den Wanderweg bringen lassen. Auch nach Engelberg und selbst bis zu den Windrädern am Goldboden bringt der Bus die Besucher – vorbei auch an den aus Weidenruten kunstvoll gefertigten Tieren von David Klopp.

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