51,41 Prozent haben der Stärkung der Stellung des türkischen Präsidenten zugestimmt. Foto: dpa

Nach Auszählung aller Stimmen haben insgesamt 51,41 Prozent der Stärkung der Stellung des Präsidenten zugestimmt. Die Verfassungsänderung verleiht dem Präsidenten Recep Tayyip Erdogan mehr Macht.

Istanbul/Stuttgart - Bei dem Verfassungsreferendum in der Türkei haben nach dem amtlichen Endergebnis 51,41 Prozent der Stärkung der Stellung des Präsidenten zugestimmt. 48,59 Prozent votierten bei der Volksabstimmung am 16. April mit „Nein“. Das teilte die türkische Wahlkommission am Donnerstag mit. Die Wahlbeteiligung lag bei 85,46 Prozent. Das Ergebnis entspricht dem vorläufigen Wahlergebnis, demzufolge der Anteil der „Ja“-Stimmen 51,4 Prozent betragen hatte.

Die Verfassungsänderung verleiht dem Präsidenten Recep Tayyip Erdogan mehr Macht, die Position des Ministerpräsidenten soll abgeschafft werden. In den drei größten Städten des Landes - Istanbul, Ankara und Izmir - überwogen die Gegner. Reformgegner hatten der Wahlkommission vorgeworfen, parteiisch zu sein, weil sie auch nicht verifizierte Stimmzettel und Umschläge als gültig akzeptiert hatte. Auch europäische Wahlbeobachter hatten Regelverstöße bemängelt. Die Wahlkommission und die Regierung hatten das aber zurückgewiesen.

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