Der Chemnitzer FC steht in der Kritik, Raum für einen mutmaßlich rechtsextremen Fan geschaffen zu haben. Foto: dpa-Zentralbild

Die Debatte um die Würdigung eines verstorbenen, mutmaßlich rechradikalen Fußballfans des Chemnitzer FC zieht weitere Kreise. Auch Fans bei Energie Cottbus zeigen ein Banner für Thomas H.

Cottbus - Neben der umstrittenen Trauerbekundung für einen toten rechtsextremen Fan im Stadion von Regionalligist Chemnitzer FC hat es auch beim Fußball-Drittligisten FC Energie Cottbus Beileidsbekundungen von Fans gegeben. Beim Drittliga-Spiel am vergangenen Samstag gegen Preußen Münster hing im Innenraum ein Banner mit der Aufschrift „Ruhe in Frieden Tommy“. Gemeint ist der gestorbene Thomas Haller, der als Mitbegründer einer ehemaligen rechtsextremen Organisation in Chemnitz galt. In Chemnitz hing am Samstag ein Banner mit dem gleichen Wortlaut.

Nach Aussage von Energie-Pressesprecher Stefan Scharfenberg-Hecht sei das Banner in Cottbus kurzfristig vor dem Spiel angemeldet und zugelassen worden. „Den Verantwortlichen war zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt, um welche Person es sich hierbei handelte“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Mit den dann bekannt gewordenen Informationen hätten die Verantwortlichen der Präsentation des Banners keinesfalls zugestimmt, erklärte der Sprecher. „Wir werden gemeinsam mit unseren Netzwerkpartnern den Vorgang auswerten und daraus Lehren ziehen.“

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: