Radtour Schieben ist keine Schande

Von Dieter Buck 

Der Frühling lädt zum Radeln ein. Foto: dpa
Der Frühling lädt zum Radeln ein. Foto: dpa

Vom Gestütshof in Marbach durch das Lautertal und wieder retour gibt es einige Höhenmeter zu überwinden.

Marbach - Der Höhepunkt dieser Radtour ist natürlich die Fahrt durch das idyllische Lautertal. Aber auch die Fahrt über die Hochebene bietet schöne Landschaftseindrücke. Zusätzlich gibt es in Marbach das berühmte Pferdegestüt und in Buttenhausen mit der reichen jüdischen Tradition, die auch auf einem geschichtlichen Lehrpfad erschlossen wird, jede Menge Interessantes zu sehen. Auch das Bauernhofmuseum in Ödenwaldstetten liegt auf dem Weg. So ist auf jeden Fall für Abwechslung auf der Tour gesorgt.

Streckenlänge:

Etwa 32 Kilometer. Auf- und Abstiege etwa 360 Meter.

Anfahrt:

B 27 und B 312 nach Metzingen, dann weiter Richtung Eningen. Vorher noch rechts ab Richtung St. Johann und auf der L 380, ab Gächingen der L 249 über Gomadingen nach Marbach. GPS-Koordinaten 48.384460, 9.415787.

Hier geht’s lang:

1 Nördlich von Marbach gibt es an der Landstraße nach Gomadingen ausreichend Parkplätze. Westlich von ihnen können wir auch in den Radweg einsteigen. Wir brauchen bis Hundersingen nur den Radwegschildern zu folgen, sie sind reichlich angebracht und führen uns sicher durch das Lautertal – mal rechts, mal links des Flüsschens. Zuerst folgen wir dem Schild Richtung Schelmenbühl. Wir radeln erst rechts der Bahngleise bis zur Landstraße, an deren Abzweig nach Grafeneck. Dann geht es kurz auf der Landstraße nach rechts bis Schelmenbühl. Dort weist uns das Schild wieder links von der Landstraße weg.

2 Anschließend fahren wir an Dapfen und Wasserstetten vorbei, dort mündet der Radweg wieder in die Straße, der wir kurz folgen. Kurz danach rollen wir vor der Kläranlage nach rechts über die Lauter und fahren nun wieder ohne Verkehr parallel zur Lauter nach Buttenhausen. Hier könnte man sich den historischen Lehrpfad im Ort ansehen, der zu Orten mit Bedeutung für die einstige jüdische Bevölkerung bzw. zur Gedenkstätte und zum Museum für den 1921 ermordeten Finanzminister Matthias Erzberger und zum sehenswerten Jüdischen Friedhof führt. Dazu folgen wir im Ort der Mühlsteige nach rechts; die Sehenswürdigkeiten sind ausgeschildert.

3 Ansonsten radeln wir auf dem Radweg bis Hundersingen. Dort biegen wir rechts ab in die Straße Hirschental. Sie führt etwa 100 Höhenmeter aufwärts, wobei Schieben sicher keine Schande ist. Am Anfang des Waldes bzw. der Steigung können wir im Frühjahr reiche Bestände von Märzenbechern bewundern. Oben auf der Höhe biegen wir vor den Scheunen links ab in Richtung Ehestetten. Wir rollen über die Hochfläche bis zu einer Querstraße, wo wir uns rechts in Richtung Ehestetten halten.

4 Vor dem Ort beschreibt die Straße eine Links-rechts-Serpentine, danach fahren wir zum Ortsanfang, wo wir das ehemalige Schloss sehen. Vor ihm halten wir uns links. Der nächsten Querstraße folgen wir nach rechts, dann biegen wir links ab Richtung Aichelau.

Nach dem Ort, vor einem Flurkreuz, orientieren wir uns mit dem Radwegschild rechts. Der Weg knickt gleich links ab. Nun folgen wir dem zwischen Feldern, Wiesen und Waldstücken durch das Weidental führenden Weg. Wir kommen an einigen Aussiedlerhöfen vorbei und erreichen kurz nach einem Linksknick Ödenwaldstetten.

5 Dort fahren wir in der Lindenstraße geradeaus hinab – im Ort kann man nach rechts einen kurzen Abstecher zum Bauernhofmuseum machen – bis zur Durchgangsstraße. Wir biegen rechts ab und halten uns nach dem Ortsende links in Richtung Marbach. Nun folgen wir der K 6735 hinab nach Marbach, wo wir direkt am Ausgangspunkt herauskommen.

Kartentipp:

Wanderkarte des Landesamts für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (LGL), 1:35 000, Ehingen Münsingen.

Einkehren:

Kann man entweder in Marbach oder in Ödenwaldstetten

Lesen Sie jetzt